Strophanthin -

gefährlich oder einfach nur "zu gut"?

Dr. Wieland Debusmann
Strophanthin vor dem AUS? von Rolf-Jürgen Petry: "Strophanthin hat die Wirkung eines Kalzium-Antagonisten, eines Beta-Blockers, eines Durchblutungsförderers, eines Blutdrucksenkers und von Aspirin nebenwirkungsfrei in einem nicht teuren Medikament."

Durch wen erhältlich?

Auf www.strophantus.de, der Webseite von Dr. Wieland Debusmann (Foto links), co-Autor des Buches "Strophanthin - ein Segen der Menschheit, finden sie Info über:
  • Ärzte die Strophanthin verschreiben
  • Erstattung durch Krankenkassen
  • Bezugsquellen (Apotheken, Firmen)
  • Strophanthin Beratung durch Heilpraktiker, etc.

Strophantin im Fernsehen: In einer Folge der alten ZDF-Serie Das Kriminalmuseum aus dem Jahr 1963 mit dem Titel Die Nadel.

Interview mit Rolf-Jürgen Petry


Strophanthin-Fakten

Diese Info über Strophanthin stammt von: www.kraeuter-und-gewuerze.de/Strophanthin. Der Artikel basiert auf dem Artikel Strophanthin aus der freien Enzyklopadie Wikipedia und steht unter der GNU Free Documentation License. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar, dort kann man den Artikel bearbeiten.

Abgeleitet aus den griech. Wortstammen "strophe", hier im Sinne von "Wendung, Schlangelung" bezogen auf die Strophanthin enthaltenden Schlinggewächse, und "anthos", deutsch "Blüte" - auch in verbreiteter Falschschreibung ohne das zweite "th" als "Strophantin" - ist eine Substanz, die zur Behandlung von Herzkrankheiten eingesetzt wird.


Vorkommen und Nomenklatur

Strophanthin kommt im Samen von verschiedenen afrikanischen Pflanzen (buschartig, auch lianenartig, Foto links) der Gattung Strophanthus aus der Familie der Hundsgiftgewächse vor. Die Namen bekannter Strophanthine sind von verschiedenen Strophanthus-Arten abgeleitet:
  • e-Strophanthin aus Strophanthus eminii
  • g-Strophanthin aus S. gratus und Acokanthera oblongifolia.
  • h-Strophanthin aus S. hispidus
  • k-Strophanthin aus S. kombé

    Auch in der Pflanze Acokanthera (Acokanthera oblongifolia und A. ouabaio), die auch bisweilen bei uns als Topfpflanze (Foto rechts) zu finden ist, ist das Strophanthin zu finden. Ouabain, die angelsachsische Bezeichnung für g-Strophanthin, hat seinen Namen vom afrikanischen Ouabaio-Baum (Acokanthera ouabaio), dessen Samen das g-Strophanthin enthält. Ouabaio ist die englische Schreibung des ostafrikanischen Wortes Wabayo.

    Die jeweilige Substanz aus Strophanthus kombe und gratus gehört zu den herzwirksamen Digitaloiden (vgl. Herzglykosid) und ist von den eigentlichen - aus dem Fingerhut (Digitalis) stammenden - Digitalisglykosiden zu unterscheiden. Die auch bei uns heimische Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) enthält Strophanthidin, das Aglykon des k-Strophanthins, welches ebenfalls sehr giftig ist und weltweit zum Tode von Pferden geführt hat.

    Geschichte

    Die Eingeborenen Afrikas verwendeten die Samen der Strophanthus-Arten als Pfeilgift.

    1859 wurde die Herzwirkung des Strophanthus-Samens entdeckt, als während der Livingstone-Expedition in Afrika die Zahnbürste des Biologen Kirk von diesem unbemerkt in Kontakt mit dem Strophanthus-Pfeilgift kam und unmittelbar darauf dessen Herzbeschwerden verschwanden. 1862 gelang es dem schottischen Pharmakologen und Kliniker Thomas Fraser, aus dem Samen des Strophanthus kombé k-Strophanthin zu isolieren. 1885 wurde der Gesamtextrakt von Strophanthus kombé als Tinctura strophanthia in die Herztherapie eingeführt und 1893 ins deutsche Arzneibuch aufgenommen. 1888 isolierte der französische Chemiker Arnaud das g-Strophanthin aus Strophanthus gratus und Acokanthera ouabaio, welches ab 1904 als Reinsubstanz zur oralen Einnahme zur Verfügung stand.

    Die therapeutische Weiterentwicklung und der Nachweis der schnellen und starken Wirkung bei intravenös verabreichtem k-Strophanthin geht auf den deutschen Arzt Albert Fraenkel zurück, der es ab 1905 bei Herzinsuffizienz anwandte. In Zusammenarbeit mit ihm entwickelte das damalige Pharmaunternehmen Boehringer Mannheim die erste intravenöse Darreichungsform Kombetin®, die bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Handel war. Ab 1906 war der Einsatz intravenös applizierten Strophanthins allgemein anerkannt. Ernst Edens (1876 - 1944) setzte Strophanthin intravenös ab 1928 erfolgreich auch bei Angina pectoris und Herzinfarkt ein, einer damals noch seltenen Erkrankung.

    Der Stuttgarter Internist Berthold Kern führte 1947 oral verabreichtes g-Strophanthin zur Vorbeugung und Behandlung der Angina pectoris und des zunehmend aufkommenden Myokardinfarktes ein.

    Hamlyn et al. isolierten erstmals 1991 auch aus menschlichem Blutplasma vermutlich ein Stereoisomer des g-Strophanthins (Ouabain), das ihrer Ansicht nach eine Rolle als blutdrucksteuerndes Hormon spielt und aus der Nebenniere stammt. Die Bildung im Gehirn (Hypothalamus) wird mittlerweile ebenfalls als gesichert angesehen. Der Gießener Biochemiker Wilhelm Schoner (emeritiert) konnte nachweisen, dass g-Strophanthin ein körpereigenes (endogenes) Kreislaufhörmon ist, das bei körperlicher Belastung bereitgestellt wird. D'Urso et al. berichten 2004, dass das Herz der Ratte während einer experimentellen Minderdurchblutung (durch koronare Einschnürung) g-Strophanthin produziert.


    Wirkprinzip

    In höheren Konzentrationen, die klinisch nur durch hohe Dosierungen intravenös verabreichten Strophanthins zu erreichen sind, hemmt der Wirkstoff die in Zellwanden lokalisierte Natrium-Kalium-Pumpe, den Rezeptor für Herzglykoside. Diese Natrium-Kalium-Pumpe (synonym: Natrium-Kalium-ATPase), die besonders zahlreich (millionenfach) in Nerven- und Herzmuskelzellen vorkommt, pumpt Natriumionen aus der Zelle hinaus und Kaliumionen hinein, was für viele fundamentale Zellfunktionen wichtig ist. Diese Hemmung der Natrium-Kalium-Pumpe wird als die klassische Wirkung der Herzglykoside angesehen, die über den erhöhten zellularen Gehalt an Natrium und somit auch Calcium (via Natrium-Calcium-Austauscher) zu einer Steigerung der Kontraktionskraft der Herzmuskelzelle führt (sog. positiv inotroper Effekt), ein wichtiges Wirkprinzip bei Herzinsuffizienz, der klassischen Indikation für Herzglykoside.

    In geringen, physiologischen Konzentrationen, wie sie als Hormon, nach oraler Gabe sowie auch nach langsamer intravenöser Injektion in niedriger Dosierung gemessen werden, wirkt Strophanthin hingegen stimulierend auf die Natrium-Kalium-ATPase, was zur Senkung des zellularen Natrium- und Calciumgehalts führt. Die Stimulation der Natrium-Kalium-Pumpe durch g-Strophanthin ist in über 50 Studien beobachtet worden (z. B. Gao et al. 2002, Saunders u. Scheiner-Bobis 2004). Die Natrium-Kalium-Pumpe reguliert u. a. den intrazellularen pH-Wert (Schoner/Scheiner-Bobis). Bereits ab 1971 wurde für Strophanthin nachgewiesen, dass es den Zell-pH-Wert des Herzens normalisiert (M. von Ardenne/Kern), was als Chemotropismus bezeichnet wurde.

    Niedrige Konzentrationen an g-Strophanthin könnten aber dennoch einen positiv inotropen Effekt hervorrufen, also die Kraft steigern, mit der sich der Herzmuskel zusammenzieht, weil ein überhöhter Calciumgehalt, der bei Herzerkrankungen häufig ist, negativ inotrop wirkt. Zwei Drittel der Patienten mit schwerer Angina pectoris in der Studie von Dohrmann u. Schlief-Pflug 1986 zeigten einen "positiv" inotropen, die anderen einen "negatv" inotropen Effekt, jeweils nach oraler Einnahme von 12 mg oralem g-Strophanthin. Belz et al. 2004 beobachteten hingegen "bei gesunden Versuchspersonen" einen negativ inotropen Effekt nach 12 mg oralem g-Strophanthin.

    Toxikologie

    Zur Frage, ob die Giftpfeile der Eingeborenen auch bei Elefanten und Nashörnern wirken konnten, gibt es kontroverse Informationen. Noch heute wird die Wirkung des Giftes bei Mordanschlagen in Ostafrika benutzt.

    Der therapeutische Einsatz anderer Herzglykoside, insbesondere der Digitalis-Glykoside (Digoxin, Digitoxin), bei denen sich der therapeutische und der toxische Bereich mitunter sogar überschneiden können, sollte möglichst unter Kontrolle der Blutspiegel erfolgen. Orales Strophanthin ist wahrscheinlich aufgrund des zellularen Wirkmechanismus (Stimulation der Natrium-Kalium Pumpe durch physiologische Konzentrationen), der demjenigen von Digitalis entgegengesetzt ist (Hemmung der Na-K-Pumpe, s. o.), unproblematischer zu handhaben; ernste Nebenwirkungen von oralem Strophanthin sind zwar in der Roten Liste aus Gründen der Einordnung als Herzglykosid aufgeführt (= die von Digitalis), aber de facto nicht bekannt. Selbstmordversuche mit sogar 900 mg g-Strophanthin (entsprechend 150 beziehungsweise 300 Kapseln) scheiterten. Bei intravenösem Strophanthin ist wiederum Vorsicht angeraten ( üblicher therapeutischer Bereich 0,25 mg ).


    Resorption

    Die pharmakologischen Lehrbücher (auch internationale Standardwerke) geben niedrige und schwankende Resorptionswerte (unter 10 %) für oral gegebenes g-Strophanthin an. Eine Reihe von Studien am Tier mit radioaktiver Markierung des g-Strophanthin-Moleküls nennt jedoch wesentlich höhere Resorptionswerte.

    Studien am Menschen (Marchetti et al. 1971, sogar Greeff 1974) weisen relativ schwankungsarme Blutspiegel an g-Strophanthin in einem Bereich nach, der für die - siehe oben - angestrebte Stimulation der Natrium-Kalium-Pumpe ausreicht. Erdle 1979 und Marchetti et al. 1979 maßen sogar hohe Wirkspiegel, die den Kriterien für eine Behandlung der Herzinsuffizienz genügen. Greeff fand 1974 geringe Schwankungen der Blutspiegel nach Gabe von Strodival® (g-Strophanthin).


    Alternativmedizin

    Die Medizin verwendet Strophanthin nur noch selten. Intravenös appliziertes Strophanthin wurde noch bis 1992 bei akuter Herzinsuffizienz als das am schnellsten wirksame Glykosid empfohlen. Auch hinsichtlich der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz pladieren heute internationale Leitlinien für Glykoside generell erst an zweiter Stelle.

    Gemäß den Erfahrungen von Kern (s. o.), Dohrmann und anderen setzen in der bundesdeutschen Alternativmedizin heute noch 2.000 bis 3.000 Ärzte orales g-Strophanthin insbesondere in der Prophylaxe und Behandlung von Angina pectoris und Herzinfarkt ein. Sie sehen die Erkenntnisse über die "unerreicht positive Wirkung" von Strophanthin zu Unrecht durch Interessengruppen aus "Schul"-medizin und pharmazeutischer Industrie unterdrückt. Insbesondere seien die mit oraler Gabe erreichbaren Serumspiegel für die angestrebte Wirkung einer Stimulation der Natrium-Kalium-Pumpe - siehe oben unter "Wirkprinzip" - ausreichend.


    Erhältliche Darreichungen (siehe auch Bezugsquellen)

    In der Apotheke sind zurzeit (Feb-2009) folgende Präparate erhältlich:
    • Apotheke am Markt in Ellwangen - 07961 2582 (fax 2052): allopathische g-Strophantin Tropfen, rezeptpflichtig
    • Schloss Apotheke, Koblenz - 0261 18439: allopathische k-Strophanthin Tropfen (4 Tropfen enthalten 1mg) und iv-Ampullen, rezeptpflichtig
    • iv-Ampullen von/bei einer italienischen Firma (das Kombetin®)
    • Strodival®, 3 mg Zerbeißkapseln, rezeptpflichtig (6 mg Kapsel leider vom Markt genommen)
    • Strodival mr® magensaftresistente Kapseln, rezeptpflichtig
    • Oleum Strophanthi forte®, Weichkapseln, rezeptpflichtig
    • viele homöopathische Darreichungsformen sind frei erhältlich
    • Urtinktur (!) gibt's bei teebrasil.com (meiner Meinung nach teuer und dünn)
    • Quabain-Samen stückweise gibt es bei strophantin-shop.com (auch teuer)
    Merke:
    • Strodival ist kassenerstattungspflichtig - auch wenn manche Kassen sich sträuben, sie müssen es übernehmen! Strodival soll es in jeder rumänischen Apotheke geben zum deutschen Preis.
    • Die Samen von Strophantus gratus und S. kombe werden zwar z.B. von Kräuter Schulte 07224 3876 gehandelt, dürfen aber nur an Apotheken weiterverkauft werden. Die Apotheken wiederum unterliegen bestimmten gesetzlichen Verpflichtungen bezüglich des Weiterverkaufs.

    Weblinks und Info


    Tabellarische Fakten

    Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Strophantin (engl:Ouabain, franz:Strophanthine, niederl:Ouabaïne) als Sammelname für 2 Wirkstoffe benutzt.

    g-Strophanthin / g-Strophanthin-octahydrat k-Strophanthin, k-Strophanthosid (mit 3 Zuckern)
    Synonyme Ouabain / Ouabain octahydrat Cymarin (k-Strophanthin-a) (an C3 nur 1 Zucker - Cymarose)
    Summenformel C29H44O12 / C29H44O12.8h2O Cymarin: C30H44O9
    CAS-Nummer 630-60-4 / 11018-89-6 11005-63-3
    Kurzbeschreibung Farbloser weißer Feststoff (Pulver)
    Molmasse 584,6 g/mol / kristallisiert als Oktahydrat: 728,8 g/mol Cymarin: 548,65 g/mol
    Schmelzpunkt 130 / 260 °C
    Löslichkeit 1.33E+04 mg/l in Wasser
    Sicherheitshinweis bedingt giftig (körpereigenes Hormon) bedingt giftig (körpereigenes Hormon)


    Die traurige Geschichte des Strophantins

    Ein vernachlässigtes Naturheilmittel zur Herzbehandlung und Infarktverhütung

    Dr. Friedrich Lautemann (Artikel von Friedrich Lautemann, der webseite www.geistig-frei.com entnommen

    "Die Binsenweisheit, dass Wirkungen nicht von wissenschaftlichen Nachweisen abhängen, ist in der Schulmedizin unbekannt geblieben oder wird zumindest ignoriert. Der erfolgte oder nicht erfolgte Nachweis ändert an der Wirkung gar nichts."
    (Hans Kaegelmann, Arzt und Autor des Buches: Herz-Kreislauf-Krankheiten endlich im Griff)

    Gesundheit ist ein Informationsproblem. Je weniger gesund ein Mensch ist, desto größer wird die Bedeutung dieses Wertes für ihn. Sich in Sachen eigener Gesundheit verantwortlich zu informieren, kann man nicht delegieren, nicht einmal auf den Arzt seines Vertrauens, weil das Interesse an der eigenen Gesundheit bei niemandem größer ist als bei einem selbst. Ärzte sind allerlei Irrtümern und nicht selten Entscheidungsfaktoren ausgesetzt, welche den Gesundheitsinteressen des Patienten abtraglich sind. Will man gesund bleiben oder seine Krankheit überwinden, ist es sehr hilfreich, sich gut zu informieren.

    Für Infarktpatienten und Infarktgefährdete mag es sich verwunderlich anhören: Die medizinische Wissenschaft kennt einen Stoff, mit dem sich Herznekroseerkrankungen (Nekrose: lokaler Gewebetod in einem Organ als schwerste Folge eines Sauerstoffmangels oder anderen Örtlichen Stoffwechselstörungen) statistisch in hohem Maß durch orale Einnahme eines fast völlig nebenwirkungsfreien Medikaments verhindern lassen. Das Wirkmittel heißt Strophantin, das Medikament Strodival und ist wie Digitalis ein Herzglycosid, wenn auch eines mit anderer protektiver Wirkung. Die Wirkung von Digitalis beschränkt sich auf die Verbesserung der Kontraktilitat des beschädigten Herzmuskels.

    Strophantin haben Pharmaindustrie und Schulmedizin zu einem Außenseiterdasein in einer Gesellschaft verurteilt, in der zwei Millionen Menschen an Herzinsuffizienz leiden: Aus diesem Heer von Herzkranken gehen die jährlich sage und schreibe 270.000 Herzinfarktfalle hervor, von denen ein Drittel der Betroffenen sofort oder auf dem Weg ins Krankenhaus sterben, der Rest geht in die klinische und ambulante Behandlung der Schulmedizin: Eine sich ständig vermehrende, stabile Nachfrage nach ärztlichen Leistungen, pharmazeutischen Präparaten und Bestattungsunternehmen. Anstatt diese massenhaft auftretenden Herzerkrankungen durch den kunstgerechten Einsatz von Strophantin zu verhindern, zumindest drastisch zu reduzieren, werden über Jahrzehnte gesammelte segensreiche Erfahrungen mit Strophantin an ungezahlten Herzpatienten in deutschen Kliniken und Arztpraxen beiseite geschoben.

    In diesem Gesundheitsinfo wird ein chronologischer Abriss der wechselvollen Geschichte des Hormons Strophantin gegeben, das den unerreichten breiten therapeutischen das Herz schützenden Nutzen dieses Wirkmittels und das für seine Anwendung Wesentliche darstellt. Die Hauptinformationsquelle ist das Sachbuch des Internisten, Herz- und Strophantin-Spezialisten Hans Kaegelmann: "Herz-Kreislauf-Krankheiten endlich im Griff". Kaegelmann ist amtierender Präsident der Internationalen Gesellschaft für interdisziplinare Wissenschaften. Seine Postanschrift ist: Postfach 1168 in 51556 Windeck.

    Hier die atemberaubende Geschichte eines der segensreichsten Medikamente in der kardiologischen Krankenbehandlung:

    1859 erkrankte der Englander Dr. Kirk, Konsul von Sansibar, auf einer seiner Reisen ins Sambesigebiet an einer Tropeninfektion. Er klagte über beklemmende, stechende Schmerzen in der Herzgegend. Dr. Kirk hatte in seinem Reisegepäck Samen der Liane Strophantus gratus gesammelt. Er hatte erfahren, dass die dortigen Eingeborenen aus diesen Samen ein Pfeilgift herstellten. Die eingesammelten Strophantussamen verunreinigten seine Zahnbürste, die er wie die Samen in seinem Reisegepäck mit sich trug. Beim Zähneputzen verschwanden wie durch ein Wunder seine Herzbeschwerden. Mit diesem Urdoppelblindversuch beginnt die Geschichte eines der segensreichsten Arzneimittel, das der Menschheit zufällig in die Hände fiel: Dr. Kirk brachte den Strophantussamen nach England. Konsul Kirk berichtete über seine Erfahrung, die er während seiner Reise ins Sambesigebiet beim Zähneputzen gemacht hatte: Sie deutete auf eine verblüffende Arzneiwirksamkeit.

    1862 erfolgten pharmakologische Versuche mit Strophantin durch den Edinburgher Arzt Thomas Fraser. Er stellte einen alkoholischen Auszug des Strophantussamens her und erprobte sein Produkt 16 Jahre klinisch.

    1865 wurde Strophantin in zunehmend großem Umfang in der von Dr. Fraser entwickelten und klinisch an seinen Herzpatienten erprobten Form als Arznei verwendet, nicht nur in England, aber dort besonders. Fortan gehörte das peroral (über den Mund) angewendete Strophantin im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zu den umfangreichsten Anwendungen von Medikamenten.

    1893 wurde Strophantin als Tct. (Abkürzung von Tinctura = Tinktur) Strophanti, dem alkoholischen Auszug des Strophantussamens, in das Deutsche Arzneibuch offiziell aufgenommen. Seitdem wird Strophantin vorrangig im deutschsprachigen Raum angewendet und durch die renommiertesten Kliniker ihrer Zeit gerühmt:

    1893, im selben Jahr der Registrierung des Medikaments im Deutschen Arzneibuch, erklärte der Wiener Universitatskliniker Brestowski orales Strophantin als dem Herzglycosid Digitals (Glykoside sind pflanzliche, in Zucker spaltbare Verbindungen) überlegen. Digitalis hat heute Strophantin fast vollkommen verdrängt: zu Unrecht, wie man sehen wird.

    1901 gaben die deutschen Universitatskliniker Ludolf von Krehl und Jürgensen im Handbuch der Inneren Medizin aufgrund ihrer klinischen Erfahrungen eine ähnliche Beurteilung ab wie ihr Wiener Kollege Brestowski. Der Heidelberger Arzt von Krehl galt damals als bedeutendster deutscher Herzspezialist. Er rühmte die "vorzügliche Eignung" oralen Strophantins sowohl bei Herzinsuffizienz (Herzschwache) als auch "in all den zahlreichen Fällen von Myokarderkrankungen" (Myokard ist der Herzmuskel mitsamt eines bestimmten Teiles der Herzwandschicht), in denen keine Herzschwache, aber doch Behandlungsbedürftigkeit bestehe. "In der Regel", so der Herzspezialist, "ergaben sich "ausgezeichnete Erfolge" des "ganz vortrefflichen Strophantins".

    Jürgensen bezeichnete orales Strophantin gar als "einzigartig" unter den Herzmitteln, da es längere Zeit hindurch genommen werden könne und die "ernsthaften Vergiftungserscheinungen" des Digitalis nicht auslöse.

    1902 lobte der Erlänger Universitatskliniker Adolf Strümpell die Tinctura Strophanti im Gegensatz zu Digitalis als von "entschieden günstigeren Wirkung" bei folgenden Diagnosen: Lungenädem, akute Herzinsuffizienz infolge Infektionskrankheiten wie Pneumonie (Entzündung der Lunge), Grippe, Scharlach, Typhus, akuter Herzinfarkt, Stenokardien (Angina pectoris-Anfalle: oft ein Durchgangstadium einer bedrohlichen koronaren Herzerkrankung, die unbehandelt zum Tod führt, auch Herzbraune genannt) und stauungslosen Doppelinsuffizienzen (globale Herzleistungsschwache: sowohl die linke als auch die rechte Herzhälfte arbeiten mit verminderter Pumpkraft).

    Strümpell dosierte 3 mg täglich oder 2 mg stÜndlich Tct. (Tinctura) Strophanti.
    Rechtsherzinsuffizienzen behandelte er mit Strophantin-Digitalis-Mischtherapie.

    1907 rühmte von Krehl die überlegenheit der Strophantintinktur, wenn über einen längeren Zeitraum medikamentöse Behandlung erforderlich sei, und Digitalis "unter allen Umständen" schon nach wenigen Tagen ausgesetzt werden müsse.

    Bis 1905 bildeten die Linksmyokardschaden, die nicht hydropisch dekompensierten (also ohne die Symptomatik der Wasseransammlung verlaufen), das hauptsächliche therapeutische Anwendungsfeld für die Strophantintinktur. Für die zu hydropischer Dekompensation tendierenden Rechtsherzinsuffizienzen wurden beide Herzglycoside - Digitalis und Strophantin - angewendet.

    1902 wandte der Essener Praktiker Mendel als erster Strophantin auch intravenös an. Der Arzt Albert Frankel übernahm diese intravenöse Applikationsform (Verabfolgen durch die Nadel) und führte sie

    1906 in Krehls Klinik erfolgreich vor. Die intravenöse Applikationsform ermöglichte es, größere Mengen des Wirkstoffes an das Herz heranzubringen. Es erwies sich, dass die therapeutische Breite des intravenös därgereichten Strophantins sehr gering ist: sie liegt zwischen 0,1 und 0,5 mg.

    Höhere intravenös applizierte Dosen von Strophantin führten in den USA zu Todesfallen. Das vor allem im deutschsprachigen europßischen Raum bewahrte und erfolgreich eingesetzte Herzmittel setzte sich aus diesem Grund in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht durch. In Deutschland dagegen wurde es zu dem am meisten intravenös verabreichten Medikament. Todesfalle infolge von ärztlichen Behandlungsfehlern gab es nicht. Strophantin bewahrte sich auch, wenn es dem Herzpatienten intravenös gegeben wurde.

    Während die intravenöse Strophantintherapie in Deutschland ihren Siegeszug antrat, geriet die perorale Therapie in Verruf: Zu unrecht hieß es plötzlich, Strophantin durch den Mund eingenommen werde vom Darm nicht resorbiert, gelange also nicht in die Blutbahn und so nicht in das Herz, seinen Bestimmungsort.

    "Rückwirkend" - so Kaegelmann in seinem außergewöhnlich informativen Sachbuch über die Herz-Kreislauf-Erkrankungen (es ist kein Strophantinbuch wie das von Rolf-Jürgen Petry "Der mögliche Sieg über den Herzinfarkt") - "ist es schwer verständlich, wie in kurzer Zeit ein derart gravierender Verlust langst wissenschaftlich bekannter und gelaufiger Tatsachen möglich wurde. Eine derartige Kuriositat wirft auf den in der medizinischen Wissenschaft herrschenden Verstand und auf die in ihr geltende Verantwortung ein ungünstiges Licht."

    So einfach wie man Licht ausdreht war es eines Tages möglich, das segenreichste Herzmedikament seiner Bedeutung zu berauben. Die Motive der Agiteure waren nicht besonders ehrenvoll. Millionen von Herzpatienten, die keiner fragte, hatten das Nachsehen. Viele von ihnen bezahlten den höchsten Preis: den ihres Lebens. Viele werden diesen Preis noch bezahlen, wenn es nicht gelingt, Strophantin den ihm zukommenden Platz in der Herztherapie zurückzugeben.

    1914 wies Johannessohn einwandfrei nach, dass Strophantin nicht im Magen-Darm-Kanal zerstört oder seiner Wirkung beraubt wird, weder durch Säuren noch durch Alkalien in natürlich vorkommenden Konzentrationen, auch nicht durch Enzyme (Fermente als Katalysatoren für die biochemischen Vorgänge) und auch nicht durch sonst etwas.

    1928 verhalf Edens, damals renommiertester deutscher Herzspezialist, der intravenösen Strophantinbehandlung zum Durchbruch. Strophantin wurde zu dem Arzneimittel, mittels dessen die Ärzte in Deutschland die intravenöse Injektion erlernten. Edens verwandte Strophantin intravenös und rektal (durch den After), und zwar sowohl für Links- wie für Rechtsherzinsuffizienzen.

    In der Folgezeit setzten sich die führenden deutschen Herzkliniker, darunter Siebeck und Volhard, für Strophantin als das Digitalis überlegene Herzglykosid ein, und zwar nachdrücklich. Aschbrenner bezeichnete Edens Strophantinbehandlung als "Großtat der Inneren Medizin, vergleichbar der Insulinentdeckung".

    Mehr als die Linksherz- wurden die Rechtsherzinsuffizienzen behandelt, und zwar mit einer durchschnittlichen Dosis von 0,25 mg. Edens verwendete auch kleinere intravenöse Dosen, etwa 0,0625 mg (1/6 Milligramm) mit protektiv (schützender) antistenokardischer Wirkung, allerdings ohne positiv inotrope, also positive Wirkung auf die Kontraktilitat des Herzmuskels, allerdings auch ohne negative inotrope Wirkung auf die Kontraktilitat und damit auf die Pumpleistung des Herzmuskels, wie es bei Betablockern, Barbituraten und Morphinen der Fall ist.

    1936 wies H. H. Meyer nach, dass bei Einnahme von Strophantin keine Spuren des Herzmittels in den Fazes (Stuhlgang) zu finden sind: mithin keine Verdachtsmomente dafür, die den Standpunkt rechtfertigen würden, Strophantin werde durch den Darm nicht resorbiert.

    1937 fand Gollwitzer heraus, dass Strophantin den Sauerstoffverbrauch des Herzens steigert.

    1941 behandelte Kroetz stark Odematöse Rechtsherzinsuffizienzkranke (Odematös = in Form eines &Öuml;dems: massive Ansammlung nicht gerinnender Flüssigkeit z. B. in den unteren Beinen oder der Lunge) mit stark erhöhtem Strophantinbedarf parenteral (über den Darm) mit stark unterdosierter Strophantinmenge unvorteilhaft mit Zäpfchen. Trotz dieser schlecht gewählten Verabfolgungsweise waren seine Behandlungserfolge 15 mal höher als ohne Strophantingaben und nur halb so niedrig wie mit üblicher intravenöser Strophantinbehandlung.

    1942 ermittelte Gremels eine Sauerstofffsparwirkung durch Strophantin.

    1943 betonte Sarre, Schüler und Kliniknachfolger Volhards, den grundsätzlichen Wirkunterschied zwischen Strophantin und Digitalis. Da perorales (durch den Mund verabreichtes) Strophantin im Gegensatz zum intravenös applizierten vorzüglich nur auf Linksherzinsuffizienzen wirkt, nicht aber ausreichend auf hydropisch dekompensierende Rechtsherzinsuffizienzen (also mit der Symptomatik der Wasseransammlung im Gewebe verlaufen), entstand kurioserweise das wissenschaftliche Marchen, orales Strophantin sei wirkungslos. Man schloss in interessierten Kreisen messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf: ein nicht sehr seltenes Phänomen.

    1943 erklärte Edens in der nun schon 3. Auflage seiner Digitalis-Fibel, dass die Zeit kommen werde, in der man die Unterlassung der Strophantinbehandlung als Kunstfehler verurteilen werde.

    1944 starb Edens. 1945 endete bekanntlich die globale Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Am deutschen Wesen, auch nicht am deutschen Gesundheitswesen, sollte nun nach dem Willen der Sieger- und Besatzungsmachte niemand mehr genesen. Unter amerikanischem Einfluss ging die Anwendung und damit auch das Wissen um ihren therapeutischen Nutzen für Herzkranke nach und nach verloren, obwohl einige Kliniken weiterhin Strophantin intravenös in großem Umfang, sogar vorbeugend als Infarktprophylaxe, anwendeten.

    1947 setzte der Stuttgarter Internist Berthold Kern die Erforschung von Strophantin und seiner Anwendungsmöglichkeiten fort und hob die medizinischen Erkenntnisse weit über das zuvor Erreichte hinaus.

    1948 schlug Kern die perlinguale Anwendung (durch die intakte Zungenschleimhaut hindurch) von Strophantin vor.

    1949 folgte die Pharmafirma Boehringer Kerns Vorschlag und gab Strophöral in Tablettenform heraus. Strophöral wurde umfangreich verordnet und verwendet.

    Im selben Jahr gab Boehringer die von Kern verfasste Broschüre "Die Linksinsuffizienz" heraus. Darin wird der Leser über die Besonderheiten und über die Erfolge mit Strophöral informiert.

    1951 publizierte Kern über die orale Strophantin-Behandlung in Buchform. Boehringer Mannheim gab eine Studienreihe "Für und wider die orale Strophantin-Therapie" heraus. In ihr kamen namhafte Kliniker zu Wort.

    1954 bestätigte Professor Max Halhuber als erster Universitatskliniker der Nachkriegszeit die positive gute Wirkung von Strophöralin einem Aufsatz in der Zeitschrift "Medizinische Klinik".

    1955 traten in den USA Todesfalle infolge von ärztlichen Behandlungsfehlern in Form überdosierter intravenöser Injektionen von 1 mg Strophantin auf. Die Folge dieser in der öffentlichkeit falsch dargestellten und in Sensationsmanier aufgebauschten Todesfalle war eine generelle Abwendung von Strophantin und die Beschrankung auf Digitalis. Dass die bedauerlichen Todesfalle die direkte Folge ärztlichen Versagens war, wurde in der Pressekampagne unterschlagen. Strophantin wurde zugunsten von Digitalis und anderen Therapeutika in Amerika aus dem Feld geschossen. Eine Kampagne gegen Strophantin sollte bald auch in Deutschland gestartet werden. Dahinter verborgen: Pharmainteressen und die Verteidigung wissenschaftlicher Irrtümer von Medizinern, die davon beseelt waren, nur die Meinungsgegner irrten.

    1969 formierte sich die Front der Schulkardiologie gegen Strophantin, als Kern in seinem Buch "Der Myokardinfarkt" das seit 1776 bestehende Modell über die Ursache des Herzinfarktgeschehens durch eine neue Theorie ersetzen wollte: Nicht Arteriosklerose (Arterienverkalkung mit Veränderungen der Gefäßwand, die durch arteriosklerotische Plaques die Verengung der Gefäßdichtung zur Folge haben) führe zur Blutstromunterbrechung in den Herzkranzgefaßen oder anderswo in einer Koronararterie durch Thrombus oder Embolie und damit infolge Sauerstoffmangels zur Entstehung von Nekrosen (Absterben von Herzmuskelgewebe als Folge einer Örtlichen Stoffwechselstörung). Vielmehr sei der Verschluss der Herzkranzarterien durch eine Thrombose Folge des Herzinfarkts und der Herznekrosen und nicht seine Ursache: Nirgends gebe es Endarterien im Herzmuskel. Seine Ernährung und Sauerstoffversorgung erfolge aus dem Netz, ungestört selbst bei einem Verschluss der einen oder anderen Netzmasche. Ursache des Absterbens von Herzmuskelgewebe sei vielmehr eine Übersäuerung des Herzmuskels, die zur Nekrotisierung von Herzmuskelgewebe (Absterben von Herzmuskelgewebe), zur Herzschwache oder plötzlichen Herztod führe. Diese Myokardkrankheiten lassen sich durch Strophantingaben größtenteils verhindern beziehungsweise erfolgreich behandeln. Dadurch werde dem Infarkt, auch dem Reinfarkt, nach bereits erlittenem Infarkt vorgebeugt und Herznekrosen verhindert.

    1970 legte Dr. Berthold Kern eine Statistik aus seiner eigenen Praxis über 15.000 mit Strophantin behandelten Falle vor, von denen keiner einen Reinfarkt erlitt.

    Mit zwei Vortragen zum Thema Infarktverhütung durch Strophantin im Deutschlandfunk forderte Kern die Schulkardiologen mächtig heraus. Wissenschaftslehre und Praxis hatten einen großen Konflikt. Die Absage der Rebellen an die 200 Jahre alte überzeugung der gesamten Schulmedizin, die Koronarthrombose löse den Herzinfarkt und dieser den Tod von Herzmuskelgewebe aus, gepaart mit dem Konzept einer oralen Strophantin-Therapie mit der Verheißung, mit dieser auch noch Herzinfarkte und andere Herzkrankheiten verhindern und erfolgreich und sehr einfach, auch preiswert, nämlich ambulant - behandeln zu können, dies alles war zuviel, um von der orthodoxen Kardiologie akzeptiert zu werden.

    1971 luden die Verfechter der orthodoxen Koronartheorie Dr. Kern und weitere Kardiologen aus den Reihen der neu gegründeten Gesellschaft für Infarktbekämpfung zu einem wissenschaftlichen Disput ein. Am 19. November 1971 trafen sich die deutschen Herzspezialisten im Heidelberger Höhenrestaurant "Molkenkur". Aus dem Treffen von Berufskollegen wurde kein fruchtbarer wissenschaftlich ernst zu nehmender Disput unter der Fragestellung: Können wir – die Eliten – mit den neuen Erkenntnissen Kerns etwas für die Gesundheit unserer Bevölkerung tun? Aus dem Treffen wurde in den Worten Kaegelmanns "eine Strafaktion" der konservativen Kardiologen "nach dem Schema mittelalterlicher Inquisition". Sie fühlten sich in ihren Interessen bedroht und ihrer Ehre verletzt. Denn mit Kerns Kernsatz, dass orales Strophantin den Herzinfarkt, Killer Nummer 1 unter den Volkskrankheiten, sicher verhüte, sahen sie einen ungeheuerlichen Vorwurf: Sie behandelten ihre Patienten falsch, weil sie ihnen Strophantin vorenthielten. Fortan ging es nicht mehr um medizinischen Fortschritt in der Behandlung von Herzkranken durch Strophantin und die allgemeine Nutzbarmachung in Jahrzehnten entstandenen Wissens durch den größten Lehrmeister: die Erfahrung durch Beobachtung. Es ging darum, dass die Ärzte in aller Welt den von Dr. Berthold Kern aus kollegialer Rücksichtnahme nie ausgesprochenen Vorwurf der bewussten Falschbehandlung nicht auf sich sitzen lassen wollten.

    Die Schulmedizin begann eine Kampagne, die sie auf ihren eigenen und von der Pharmaindustrie abgeleiteten öffentlichen Einfluss stützten. Die Anregung von Prof. Ulrich Gottstein, Frankfurt, an die Kontrahenten, man solle die Streitfragen mit wissenschaftlichen Methoden klären, wurde "nach allem, was an Behauptungen und Beleidigungen durch die Massenmedien gegangen sei", ausgeschlagen und nach den Worten von Prof. Gotthard Schettler, Heidelberg, als Zumutung angesehen.

    Strophantin wurde mit falschen Argumenten in Verruf gebracht. Sie sitzen in den Köpfen der meisten Kardiologen fest, darunter das immer wieder nachgeplapperte, oral verabreichtes Strophantin werde nicht ausreichend resorbiert, um als Herzglycosid zu wirken. Boehringer Mannheim stellte die Produktion von Strophöral ein. Die Gesundheitspolitik schaute nicht hin, welchen Segen - auch für die Gesellschaft durch Entlastung der Sozialkassen - die kunstgerechte Anwendung von Strophantin für ein unüberschaubares Heer von Betroffenen jetzt und in der Zukunft entfalten könnte. Die Gleichgültigkeit der Politiker ist schon verachtlich, die sie gegenüber den Menschen und dem Gemeinwohl an den Tag legen. Ihre Verantwortung erwies sich bisher im Fall Strophantin und Herzinfarktverhütung als eine Scheinverantwortung.

    Zum Glück gilt: Wer heilt, hat Recht. Zum Glück gilt: Die Wahrheit hat sich noch immer durchgesetzt, wie viele Umwege sie auch gehen muss.

    Zurück zur Chronologie:

    1972/73 veröffentlichen Manfred von Ardenne und H. G. Lippmann in den Cardiologischen Bulletins einen Aufsatz über den Beginn der Schutzwirkung bei oraler Applikation: Perlinguale Gaben von Strophantin wiesen eine sehr hohe Resorption auf und seien daher zur Infarktprophylaxe und Schnelltherapie von Myokardinfarkten in Notsituationen vor der Möglichkeit der Realisierung ärztlicher Hilfe geeignet. "Aus den wieder gegebenen Messreihen folgt, dass mit perlingualer Gabe nach angegebener Vorschrift das Strophantin vom Patienten selbst in der Stunde der Not mit guter und sicherer Wirkung applizierbar ist."

    1973 wies der schwedische Kardiologe Ehrhardt durch Einlagerung eines Kontrastmittels nach, dass Koronarthrombosen in allen Fällen nach der Herzmuskelnekrose und nicht vorher entstehen.

    1976 veröffentlichte die Medical Tribune in Nr. 44 eine Stellungnahme Manfred von Ardennes zur Frage der Resorption des Wirkmittels, nachdem die Kritiker diese Frage wieder aufgeworfen hatten: "Es liegt eine gewisse Tragik darin, dass Herr Greef... die perlingual gegebene Strophantinmenge nur zu einem sehr kleinen Teil in Blutkreislauf und Organismus wieder fand, weil er mit seinen Messungen zu spät nach Gabe begann und zu früh vor Ausscheidung aufhörte. So kam er... zu dem falschen Resultat, dass es lingual (über die Zungenschleimhaut) nur zu 1-2 % resorbiert wird. Aus direkten Messungen nach perlingualer Gabe von Tritium-markiertem g-Strophantin, die wir schon eine Minute nach Gabe begannen, ergab sich u. a.:
    1. Die Resorption beträgt 70 % und mehr.
    2. Nur etwa 3 Minuten nach Gabe besteht eine hohe Konzentration im Blutkreislauf (Wiederfindung!). Schon nach 10 Minuten ist die Konzentration in Folge der ungewöhnlich schnellen Evasion (Eliminationsvorgang, der zur Verringerung des Wirkstoffs führt) aus dem Kreislauf auf etwa 1/500 abgesunken (Nichtwiederfindung!)... "

    1981 berichtete der Bergwerkarzt Johannes Grabka über das Ergebnis der Schnelltherapie stenokardischer Herzanfalle (Angina pectoris)mit perlingualem Strophantin (Zerbeißkapseln) durch ausgebildete Helfer in der Schachtanlage Westerholt-Polsum in Gelsenkirchen. Traten von 1972-1974 unter 229 Herzanfallen 11 Todesfalle auf, so waren es von 1975-80 unter der Strophantin-Schnelltherapie null Todesfalle.

    Im selben Jahr berichtete die Strodival-Hersteller-Firma Herbert, Wiesbaden, über 3.645 schriftliche außerungen praktizierender Ärzte über ihre Erfahrungen mit dem Strophantin enthaltenden Medikament Strodival: 3.552 Stellungnahmen, das sind 98 %, waren eindeutig positiv. 93 - zwei Prozent - fielen eingeschränkt positiv aus. Eine negative Stellungnahme gab es nicht.

    1984 untersuchten G. G. Beltz und andere im Institut für Kardiovaskulare Therapie in Wiesbaden und B. Schneider, Professor der Biometrie-Abteilung der Medizinischen Hochschule Hannover mit klinisch-pharmakologischen Methoden die unterschiedlichen Strophantin-Wirkungen. Die durchgeführten Experimente bestätigten die große Therapiebreite perlingual applizierten Strophantins und seine Risikoarmut.

    Im selben Jahr veröffentlichte der Industrielle in der Recyclingbranche und Infarktpatient Erich Klimanek ein populares Buch "Wer informiert ist, lebt länger!". Darin nimmt die Bedeutung des Wissens um die Vorbeugung und Behandlung mit Strophantin eine hervorragende Stellung ein.

    Der Arzt R. E. Dohrmann informiert im selben Jahr 1984 über die positive Wirkung kombinierter Behandlung mit Strophantin und Pentoxyfillin (Firmenname Trental), das die Erythrozytenflexibilitat verbessert (ermöglicht den Durchtritt roter Blutkörperchen durch extrem dünne Poren und beeinflusst die Fließeigenschaft des Blutes). 122 Patienten waren nach einer Woche, 22 weitere nach zwei Wochen "vollständig beschwerdefrei".

    1985 berichteten Professor B. Schneider und Hans Salz, Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin der Universitat Bonn, über das Ergebnis einer nach strengen Kriterien durchgeführten placebokontrollierten doppelblinden Praxisstudie über die Wirkung perlingual applizierten g-Strophantins an 30 Patienten mit typischer Angina pectoris und typischem pathologischem EKG-Befund. Es ergab sich ein signifikanter positiver Therapieeffekt durch Strophantin.

    Im selben Jahr publizierte Josef Herrmann, der als Chemiker Strodival entwickelte und viele Jahre betreute und überwachte, über den Versuch, "eine sich schlüssige und in der Empirie (Wirklichkeit) bestens bewahrte Therapie mittels des wissenschaftlich irrelevanten Resorptionsbegriffes über Jahrzehnte immer wieder zu diskreditieren".

    Hans Nieper, der den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy behandelt hatte, schreibt in seinem 1985 veröffentlichten Buch "Revolution in Medizin und Gesundheit": "Es liegt an der Orthodoxie der Lehre und der vorherrschenden Methode, die es verhindern, mit dem Geld, welches das Volk aufbringt, die drückenden Probleme einer Lösung näher zu bringen. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Herausgabe der so genannten Greiser-Liste, in der eine Reihe von deutschen Hochschullehrern lebenswichtige, unersetzbare Medikamente für die Herzbehandlung und zur Verhütung des Herzinfarktes als unbrauchbar erklären, weil sie diese nicht anerkennen. Ein übergriff in die von der Verfassung garantierte Freiheit der Wahl, wie er krasser und reaktionarer nicht sein könnte. Natürlich wird das Verdikt über Medikamente ohne jedwede praktische eigene Erfahrung der dort beteiligten Hochschullehrer ausgesprochen."

    Es handelt sich um so genannte "Mietmauler". Sie jubeln Medikamente für ihre Auftraggeber von der Pharmaindustrie hoch, andere - unliebsame - reden und schreiben sie kaputt. Ihr unwürdiges Motto vom ethischen Standpunkt: wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

    "Aus der Geschichte war schon früher ähnliches bekannt", schreibt Hans Nieper in seinem Buch. "Es führte immer zur Disqualifikation der Verdammer, nicht der verdammten Medikamente."

    1988 gab R. Ellinger eine gedrängte Übersicht über g-Strophantin peroral. Darin sind die wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten und die Bestandteile der komplexen Gesamt-Herz-Pravention übersichtlich angeführt. Sie enthält den Hinweis, dass g-Strophantin nur innerhalb von 30 Minuten praventiv wirken kann. Danach sind die Mikrozirkulationsstörungen mit Übergang in die Myokardnekrose irreversibel. Das bedeutet, dass Infarktgefährdete die Zerbeisskapseln unterwegs mit sich tragen müssen.

    Im selben Jahr veröffentlichte Dohrmann seine kritischen Anmerkungen zur Wirksamkeit von g-Strophantin:
    "Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts war Strophantin im deutschsprachigen Raum allgemein anerkannt und weit verbreitet. Demgegenüber hielt Strophantin im angloamerikanischen Sprachraum und Frankreich keinen nennenswerten Einzug in die Herztherapie... Es ist denkbar, dass patriotische Neigungen dazu beitrugen. Wie nicht selten wurden mit der Zuwendung zur angloamerikanischen Sphare bewahrte eigene Methoden all zu schnell als obsolet deklariert... . So wurden an einer bekannten westdeutschen Universitatsklinik von einem sich selbst als bedeutend deklarierten kardiologischen Ordinarius die Anwendungen von Strophantin kategotisch verboten...

    Strophantin besitzt eine kardioprotektive Wirkung und bereichert die therapeutische Palette des Arztes...
    Vorteile von Strophantin:
    1. Keine Kontraindikationen...
    2. keine Interaktionen zu anderen erforderlichen Medikamenten bekannt. Auch... Digitalisierung führt zu keiner toxischen überdigitalisierung.
    3. Die von weniger als 10% angegebenen Nebenwirkungen von perlingual genommenem Strophantin in Form von Zahnfleischreizungen sind unbedeutend, ebenso... die teilweise leichte laxierende (abführende) Wirkung...".


    1989 entdeckten R. J. Adams und T. Powell zwei verschiedene Rezeptoren (Empfangsstationen einer Zelle oder eines Organs für spezifische Reize) im Herzmuskel, die auf verschieden starke Konzentration unterschiedlich ansprechen. Dadurch scheint die verschiedenartige Strophantinwirkung... zustande zu kommen: inotrope (mit Wirkung auf die Leistungsfähigkeit oder verbesserte Kontraktilitat des Herzmuskels) durch höhere Dosen des Medikaments, protektiv-antistenokardische (bei Angina pectoris schützende) durch niedere Dosen, wobei die Dosierung von der Applikationsform induziert (vorgegeben) ist.

    1991 riet Kaegelmann dem Chemiker der Farbwerke Hoechst Walter Dürsch zur Strodival-Therapie. Er war durch die Hölle seiner Herzerkrankung gegangen, hatte mehrere Herzinfarkte durchgemacht und Bypasse gelegt bekommen. Die Behandlung Dürschs durch den Internisten und Strophantinkenner Hans Kaegelmann verzögerte sich durch die gesellschaftliche Unterdrückung des Medikaments, das sich später für Dürsch als Lebensretter erwies. Ging es Dürsch während der langen Behandlungszeit ohne Strophantin immer schlechter, trat unter der Behandlung mit Strodival eine rasch fortschreitende Besserung ein. Aus Dankbarkeit verfasste der Naturwissenschaftler Dürsch eine 867seitige, zweibandige Buchdokumentation über seine Geschichte und das "göttliche" Strophantin.
    (Friedrich Lautemann)


    Strophanthin vor dem AUS?

    Unglaublich? Die Lösung für das Problem Herzinfarkt ist längst da!

    (Artikel von Wolfgang Petry, entnommen: www.buergerwelle.de)

    Die pflanzliche Substanz g-Strophanthin aus dem afrikanischen Kletterstrauch "Strophanthus gratus" verhindert bei oraler Gabe den Herzinfarkt und die Angina pectoris (Herzschmerz-Attacken) sehr nebenwirkungsarm fast vollständig - vergleichbar mit dem Wirkungsgrad von Insulin bei Diabetes - und dies sogar recht kostengünstig. Dies wird von keiner anderen heutigen Therapie auch nur annähernd geleistet. Ab 1991 ist g-Strophanthin auch als körpereigene Substanz, als neuentdecktes Hormon, identifiziert.

    Obwohl die Therapie-Erfolge und dynamischen Wirkungen des oralen g-Strophanthins mit einer erdrückenden Fülle von (z.T. Doppelblind-) Studien aus Klinik und Labor und Berichten von 1950 bis heute dokumentiert sind und für jeden Unvoreingenommenen (Mediziner und Nicht-Mediziner) offensichtlich sind, wurde und wird es von einigen wenigen Professoren mit bestimmendem Einfluß auf die medizinische Lehrmeinung fehlbeurteilt und abgelehnt - ein chronischer, unfaßbarer Riesen-Skandal mit z.T. haarsträubenden Details. Die medizinischen Fachgesellschaften und 20 von mir angeschriebene Fachzeitschriften bis auf die relativ unwichtige „Erfahrungsheilkunde" weigern sich, das Thema zu diskutieren.

    Ich fühle mich verpflichtet, meinen Wissensstand bezüglich dieses wirklich außergewöhnlichen Medikaments einzubringen. Ich habe mich seit 1994 intensivst mit allen verfügbaren Originalquellen zu Strophanthin beschäftigt und bin der Autor des 2003 erschienenen wissenschaftlichen Fachbuches "Strophanthin - der mögliche Sieg über den Herzinfarkt" (1380 Quellenangaben). Ich stehe übrigens nicht im Dienst der Herstellerfirma, sondern handle aus idealistischen Gründen.

    Die Lehrmeinung über orales g-Strophanthin weist gravierende Mängel auf. Das meist einzige, das ein Mediziner weiß, ist, dass:

    1) Strophanthin in die Stoffgruppe der sog. Herzglykoside eingeordnet ist, dessen bekanntester Vertreter - Digitalis - nur bei Herzschwäche und Rhythmus-Störungen gegeben wird und bei Angina pectoris und Herzinfarkt eher negativ wirkt. Aufgrund des falschen Dogmas, dass alle Herzglykoside angeblich gleich wirken sollen, wird von orthodoxen Medizinern den vielzähligen positiven praktischen Erfahrungen keine Beachtung geschenkt.

    2) Die von den Lehrbüchern behauptete angebliche schlechte orale Resorption (Aufnahme über den Verdauungstrakt) läßt sich mit vielen einschlägigen Forschungsergebnissen eindeutig widerlegen.

    3) Auch der Wirkmechanismus an der Zelle wird fehlbeurteilt. Die vom Lehrbuch postulierte "Hemmung der Natrium-Kalium-Pumpe" (ein in jeder Zellwand vielzählig vorhandener Ionen-Austauscher) tritt jedenfalls nur bei hohen Konzentrationen von g-Strophanthin auf und wäre beim Herzinfarkt tatsächlich negativ. Ca. 50 bis 100 Studien, die jedoch eindeutig eine Stimulation der Natrium-Kalium-Pumpe durch niedrige Konzentrationen, wie sie in der oralen Strophanthin-Therapie auftreten, belegen, werden komplett ignoriert.

    Ein Urteil über Strophanthin darf man niemals einem nicht speziell informierten Mediziner überlassen. Die Therapie-Erfolge sind so weitgehend (meist im Fast-100-Prozent-Bereich), dass sie auch von Nicht-Medizinern erkennbar sind.

    Ca. 3000 Ärzte (davon 1000 regelmäßig) in Deutschland wenden heute orales Strophanthin mit bestem Erfolg an (entwickelt 1947). Mittlerweile liegen Erfahrungen vor von Millionen von Patientenjahren (Anzahl der Patienten x Anwendungsdauer), ohne dass auch nur ein einziger Fall einer gravierenden Nebenwirkung oder toxischen Gefährdung aufgetreten wäre. Ich telefonierte bereits mehrfach mit Dr. Weidell, der mittlerweile Erfahrungen mit über 150 Patienten hat (Tel. xxx). Auch Frau Dr. med. Veronika Carstens, die Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten, könnte über ihre positiven Erfahrungen berichten, die sie seit Jahren sieht (Praxis Tel. xxx), ebenso Prof Köhler (Tel. xxx) und Dr. Binder, die beide Erfahrungen mit mehreren Tausend Patienten haben (Tel. xxx). Auch Dr. Uehleke (Tel. xxx) vom Lehrstuhl für Naturheilverfahren in Berlin weiß um die Bedeutung dieses Medikaments, ebenso Prof. Bereiter-Hahn, Vizepräsident der Johann Wolfgang von Goethe-Universität zu Frankfurt (Tel. xxx), der mit Strophanthin experimentelle Studien durchgeführt hat.

    Dr. Hain von den Wicker-Kliniken in Bad Nauheim hat übrigens jüngst mit der Strophanthin-Therapie begonnen, mit dem zu erwartenden ersten Erfolg (Tel. xxx). Die Schweizer Ita-Wegman-Klinik therapiert seit 2002 äußerst positiv mit oralem Strophanthin (Markenname Strodival®) (Tel. Dr. Roever xxx). Dies knüpft an die Erfahrungen von Prof. Dohrmann an, der von 1975 bis 1987 in einem öffentlichen Krankenhaus in Berlin West bei 98,5 % seiner Patienten mit instabiler Angina pectoris durch orales g-Strophanthin eine komplette Anfallsfreiheit und die mit Abstand weltweit beste Herzinfarkt-überlebensrate mit oralem und intravenösem Strophanthin erreichen konnte (vorher sogar sehr schlechte Werte wegen der "Berlin-überalterung"). Ein deutsches Bergwerk hatte von 1974 bis 1984 mit oraler g-Strophanthin-Therapie unter Tage keinen einzigen Herzinfarkt-Toten zu beklagen (vorher jährlich drei) !

    Dieses Mittel war übrigens mit intravenöser Injektion früher - von 1905 bis in die 1950er Jahre - in der deutschen Herzmedizin führend und wurde von jeder Klinik meist bei Herzschwäche, aber auch schon bei den damals noch sehr seltenen Herzinfarkten angewendet und ist jedem älterem Arzt noch als segensreich wohlbekannt.

    Die Eliminierung einer solch bedeutungsvollen Therapie ging natürlich nicht ohne Widerstand vor sich: Der Kampf um das Strophanthin schlug jahrzehntelang hohe Wellen. Neben unzähligen Artikeln in medizinischen Zeitschriften und Büchern war Strophanthin z.B. 1976 Thema in der TV-Sendung "report". Die Vorfälle beim 1971 umfangreich publizierten sog. Heidelberger Tribunal, bei dem Dr.med. Berthold Kern, der Entwickler des Medikaments, als angeblicher Scharlatan gebrandmarkt wurde, sind eine tragische und konsequenzenreiche Verirrung der Medizin.

    Es scheint übrigens direkte Einflußnahme der Pharma-Industrie auf Arbeitgeber gegeben zu haben, die daraufhin den bei ihnen angestellten Ärzten die sehr erfolgreiche Strophanthin-Therapie im Werk untersagten.

    Interessant ist eine pikante Besonderheit des Strophanthin-Herstellers: 1996 wurde die alte kleine und sehr aktive Herstellerfirma "Herbert Pharma" von der Firma BRAHMS aufgekauft. Der Geschäftsführer der Mutterfirma BRAHMS AG ist Dr. Bernd Wegener, der 1. Vorstands-Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Pharmazeutischer Industrie. Die neue Firma ist ziemlich inaktiv; das Thema "Strophanthin" suchte man vergeblich auf der Internet-Homepage der BRAHMS AG. (2003 wurde der Strophanthin-Ableger der BRAHMS zwar an den schwedischen Konzern MEDA verkauft, aber unter Beibehältung des Personals usw.)

    In letzter Zeit sind sehr viele neue, sogar entscheidende Erkenntnisse gewonnen worden, die erstmalig in dem jüngst erschienenen Fachbuch "Strophanthin - der mögliche Sieg über den Herzinfarkt" von Rolf-Jürgen Petry inklusive der geschichtlichen Entwicklung umfassend und detailliert (1380 Quellenangaben) dargestellt werden. Alle Ergebnisse aus Therapie und Forschung sind wissenschaftlich exakt UND dabei weitgehend allgemeinverständlich aufgeführt. Die scharfen, unhaltbaren Angriffe hoher Professoren werden deutlich, aber rein sachlich behandelt. Prof. Hans Schaefer aus Heidelberg, der jahrzehntelang führende deutsche Physiologe mit Weltruhm, gab seinem Herzen Luft und dem Buch sein bekennendes Vorwort.

    Sie können etwas dafür tun, den "Mantel des Schweigens", mit dem die orthodoxe Medizin jahrzehntelang das wahrscheinlich wichtigste weitgehend unbekannte Medikament der Medizingeschichte bedeckte, zu lüften und der optimalen Vorbeugung und Behandlung des Herzinfarkts ihre dringend notwendige Renaissance zu ermöglichen !

    Im Fall Strophanthin, der tatsächlich weitgehenden Lösung für das Problem Herzinfarkt, mit der man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jedes Jahr zigtausend Herzinfarkt-Tote und einige Milliarden Euro Kosten einsparen könnte, versagen die herkömmlichen Prinzipien - Therapiefreiheit und Selbstverwaltung - des medizinischen Apparats. Da die Medizin seit Jahrzehnten alleine dazu nicht in der Lage ist, die längst vorhandene Lösung des Problems zu installieren, ja trotz der erdrückenden Indizien noch nicht einmal zu prüfen, bedarf dieses äußerst wichtige Anliegen einer politischen Lösung.

    Eine entscheidende Hürde hierbei ist, dass z.B. Politiker oder Redakteure als medizinische Laien auf die Auskunft eines Mediziners angewiesen sind. Denn ein nicht speziell informierter Mediziner – diese sind leider noch sehr selten und haben zudem womöglich Angst, "aus der Reihe zu tanzen" – weiß wenig von Strophanthin und das ist dann auch noch eindeutig falsch.

    Auch die Gesellschaft für Kardiologie hat da nur das herkömmliche Wissen, das Sie nicht weiterbringen wird. Insbesondere möchte ich davon abraten, den einschlägigen Experten Prof. Erland Erdmann aus Köln zur Beurteilung heranzuziehen, da er immer wieder sehr einseitig und voreingenommen mit z.T. krassen Unwahrheiten gegen die orale Strophanthin-Therapie und auch gegen deren Wirkmechanismus aufgefallen ist, was ich in meinem Buch deutlich, aber stets sehr sachlich und ohne Polemik dargestellt habe.

    Ich halte es für notwendig und fachlich relativ einfach, Sie zu befähigen, die Situation auch medizinisch verstehen und beurteilen zu können, wozu ein studierter Mediziner in der Regel groteskerweise weniger in der Lage zu sein scheint, da er mit der in den Lehrbüchern dogmatisch verbreiteten nachweislichen Fehlbeurteilung des Strophanthins negativ vorinformiert ist und sich meist nicht auf Revisions-Informationen einläßt, da er glaubt, bereits definitiv Bescheid zu wissen.

    Mittlerweile deuten eine ganze Reihe von Studien darauf hin, dass sich mit oral einzunehmendem Strophanthin die Zahl der insbesondere tödlichen Herzinfarkte und der Angina pectoris-Anfälle (Herzschmerz-Attacken, Vorstufe des Herzinfarkts) tatsächlich auf nahezu Null reduzieren ließe, und dies so gut wie nebenwirkungsfrei. Das vermag kein anderes Mittel auch nur annähernd zu leisten!

    Die Politik und die Krankenkassen sollten an dem Thema Strophanthin großes Interesse haben, da sich realistisch abzeichnet, dass man die meisten anderen Medikamente und viele Bypass usw.- Operationen einsparen könnte, was Einsparungen in Milliardenhöhe bringen würde.

    Es geht um die immensen Folgekosten dieser Krankheit, deren weitgehende Einsparung durch Strophanthin sicher erscheint. Rein ökonomisch gesehen würden natürlich die Rentenkassen belastet, da mehrere zehntausend nicht an Herzinfarkt Gestorbene weiter ihre Bezüge erhalten würden, aber die Einsparungen der Krankenkassen wären wohl bedeutend größer, da viele, wenn nicht die meisten der anderen Medikamente weggelassen werden könnten (Strophanthin hat Wirkungen eines Calcium-Antagonisten, Betablockers, Durchblutungsförderers, Blutdrucksenkers sowie die von Aspirin – und dies alles fast nebenwirkungsfrei in einem nicht teuren Mittel); auch würden sehr wahrscheinlich die meisten Klinikaufenthälte wegen Angina pectoris unnötig, natürlich auch die der vermiedenen Herzinfarkte sowie viele operative Eingriffe (Bypass, Ballon-Dilatation, Stent). Letzteres wurde immer wieder in Einzelfällen beobachtet und ist auch zu erwarten, da die Reduzierung des überschießenden Sympathikus und die entzündungshemmende Wirkung durch Strophanthin die Bildung der sog. Instabilen Plaques und Koronarspasmen vermindert und somit die Anzahl der "koronaren Ereignisse".

    Ich sehe hier ein Einsparpotential in Milliardenhöhe allein in Deutschland – und es geht ja hier um ein globales Phänomen. Sie können sich wohl auch vorstellen, dass gewisse Industriekreise deshalb kein Interesse an Strophanthin haben. Da wird man eventuell gegen den Strom schwimmen müssen.

    Wenn nichts unternommen wird, wird diese unersetzliche und über Jahrzehnte zu Unrecht diskreditierte Therapie untergehen...

    Es liegt mir am Herzen, Ihnen eine kompetente Orientierung zu diesem äußerst wichtigen Thema zu geben mit:
  • dieser Einführung,
  • dem Leitartikel der medizinischen Fachzeitschrift "Erfahrungsheilkunde" vom Februar2004 zum Thema,
  • über 300 Zitaten von Ärzten (von insgesamt über 3000 !) über ihre unerreicht erfolgreiche Therapie mit oral einzunehmendem Strophanthin,
  • einer Originalarbeit von Prof. Dohrmann, der in einem öffentlichen Krankenhaus in Berlin-West von 1975 bis 1987 sensationelle Ergenisse erzielte,
  • meinem Buch, in dem alle Aspekte des Strophanthins exakt und verständlich beschrieben sind.

    Bitte überzeugen Sie sich selbst, dass es sich hier nicht um "irgendein" Medikament handelt, sondern tatsächlich um die Lösung des Problems Herzinfarkt! Sie brauchen nur hinschauen und können leicht die veraltete, offensichtlich falsche Lehrmeinung der orthodoxen Medizin zum oralen g-Strophanthin überwinden. Die Zeit ist längst weiter vorangeschritten und hat viele neue Erkenntnisse gebracht.

    Die Indizien sind in der Tat auch bei nüchterner Betrachtung erdrückend, auch wenn die vom BfArM (Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte) im Rahmen des vorgeschriebenen Nachzulassungs-Verfahrens für das Strodival® (Markenname des oralen g-Strophanthins) geforderte, für die Herstellerfirma MEDA (Wiesbaden) unbezahlbare große Doppelblind-Studie aussteht. Sie würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den endgültigen Beweis der optimalen Wirksamkeit des oralen Strophanthins erbringen.

    Deren Fehlen wird laut Herstellerfirma in weniger als 12 Monaten zur endültigen Ablehnung der beantragten Nachzulassung durch das BfArM führen, obwohl die eingereichten Unterlagen mit normalem Menschenverstand betrachtet umfangreich und überzeugend ist. Die heute gültigen wissenschaftlichen Anforderungen sind so hoch gesetzt worden, dass sie nur noch von einem großen Konzern zu erfüllen wären. Dies darf nicht hingenommen werden, zumal das Mittel bei oraler Gabe seit Jahrzehnten ohne toxische Nebenwirkungen im Verkehr ist. Einige tausend Patienten, die sich seit vielen Jahren mit oralem Strophanthin erfolgreich vor Angina pectoris und Herzinfarkt schützen, werden in wenigen Monaten ohne wirkliche Alternative "im Regen" stehen.

    Die eindeutig sichere Möglichkeit, eines der größten medizinischen Probleme risikolos und kostengünstig in den Griff zu bekommen, ginge verloren in dem Moment, in dem sie aufgrund der finanziellen Misere allerorten auch volkswirtschaftlich dringend notwendig wäre, und sogar renommierte Kliniken wieder beginnen, mit dieser Therapie erfolgreich zu therapieren.

    Sich auf die üblichen politischen / medizinischen Verfahren zu verlassen und auf sie zu verweisen, wird mit Sicherheit das Problem nicht lösen können.

    Da es sich hier um eine ungewöhnlich potentes und bedeutendes Medikament handelt, sollte man auch ansonsten unübliche politische Vorgehensweisen in Betracht ziehen
    , wie ich sie auch an das Bundesgesundheits-Ministerium und an alle Mitglieder des Gesundheits-Ausschusses des Bundestages geschickt habe:

    1) a) Paragraph 22 Absatz 3 des Arzneimittel-Gesetzes erlaubt einen Spielraum mit weniger strengen Kriterien für bereits langfristig erprobte Medikamente mit bekannten Wirkungen und Nebenwirkungen. Es wäre zu prüfen, ob der Spielraum für eine Zulassung ausreichen würde. Wie mir das Bundesgesundheitsministerium telefonisch mitteilte, stellt das BfArM mitunter überzogene Anforderungen. Der bereits vorliegende Mängelbericht enthält – jedenfalls laut Herstellerfirma - unbezahlbare Forderungen. Wie es aussieht, wird das Strophanthin in einem undurchsichtigen Nebel „beerdigt".

    b) Aufgrund der über Jahrzehnte umfangreich dokumentierten Therapie-Erfahrungen ohne Nebenwirkungen wäre eine zumindest vorläufige Sonderzulassung auch ohne große Doppelblind-Studie angebracht.


    Wenn das aufgrund der Rahmenbedingungen nicht gehen sollte, dann müssen diese verändert werden – das ist ja die ureigenste Aufgabe der Politik. Selbst hierfür ein Gesetz neu zu "zimmern", wäre angesichts der Größe des Problems "Herzinfarkt" und seiner nahezu vollständigen Lösung durch Strophanthin nicht vermessen.

    2) Man sollte auch unbedingt über alle Möglichkeiten einer staatliche Förderung der vom BfArM geforderten großen Doppelblind-Studie nachdenken. Ein finanzkräftiger Konzern wird es ja wohl nicht machen wollen, da die Patentrechte an diesem altbewährten Mittel längst erloschen sind. Eine "naive" Frage: Was spricht dagegen, dass der Staat eine Firma gründet oder fördert, die das orale Strophanthin neuzuläßt ? Eine Investition, die sich entweder direkt über den Firmen-Gewinn oder zumindest indirekt über den großen gesamtgesellschaftlichen Nutzen auszahlen würde – abgesehen vom ethisch / medizinisch Standpunkt ! Bei einem solchen Umfang von solch harten Indizien pro Strophanthin muß unter allen Umständen ein Weg gefunden werden, aus den äußerst vielversprechenden Indizien einen den heutigen hohen Anforderungen der Wissenschaft entsprechenden Beweis zu machen, der eines der großen globalen Medizin-Probleme lösen würde!

    Wie gesagt, wenn diese notwendigen Vorschläge aus formalen Gründen derzeit nicht umsetzbar sind, müssen die Vorraussetzungen für deren Umsetzung eben geschaffen werden. Die Medizin alleine scheint es nicht bewerkstelligen zu können, sei es aus Unfähigkeit, "einen alten Zopf abzuschneiden", d.h. ihr Fehlurteil dem oralen g-Strophanthin gegenüber zu revidieren, oder sei es wegen eventuellen finanziellen Abhängigkeiten von der Pharma-Industrie, die stets gegen eine solch kostengünstige Lösung war. Als Alternative bliebe nur eine ein tragisches Dilemma der Ohnmacht...

    3) Da Strophanthin zwar offiziell als giftiges Herzglykosid zählt (der bekannteste Vertreter dieser Stoffgruppe, das Digitalis, ist hochtoxisch, zumal sich dessen therapeutischer und toxischer Dosis-Bereich überschneidet), aber in niedrig dosierter intravenöser und insbesondere in oraler Form absolut untoxisch und problemlos ist, wäre eine Entlassung des oralen g-Strophanthins aus der Rezeptpflicht wünschenswert und unbedenklich. Sogar Selbstmordversuche mit Unmengen oralem g-Strophanthin sind ohne bleibende Schäden gescheitert! Die in der Roten Liste aufgeführten Nebenwirkungen sind die von Digitalis und werden bei oralem g-Strophanthin nicht beobachtet.


    Die in den 1970er Jahren eingeführte Rezeptpflicht für orales g-Strophanthin wurde mit dem Vorwurf von Resorptions-Schwankungen begründet. Dieser jedoch geht einzig zurück auf eine Doktorarbeit mit einem anderen damals noch erhältlichen Strophanthin-Präparat (Purostrophan®), in der die Ergebnisse zweier verschiedener Untersuchungen zu einem zusammengeworfen wurden (Einnahme des Mittels vor bzw. nach dem Essen !!). Das Endergebnis (eine ziemliche Schwankung die allerdings nicht größer war als die der üblichenn Digitalis-Präparate) wurde dann ohne Angabe der schwer auffindbaren Originalquelle, geschweige denn der ungewöhnlichen Methodik in Artikeln publiziert, übrigens vom gleichen Institut, das auch die oben genannten Ergebnisse einer geringen Resorption fand. Das ebenfalls untersuchte Strodival® wies vorbildliche Blutkonzentrations-Kurven ohne Schwankungen auf. Da diese angeblichen Resorptions-Schwankungen nur auf eine groteske unwissenschaftliche Methodik zurückzuführen sind und gerade beim Strodival® eben nicht vorhanden sind, sollte die Rezeptpflicht für orales g-Strophanthin umgehend wieder aufgehoben werden.


    Wie gesagt, wenn diese notwendigen Vorschläge aus formalen Gründen derzeit nicht umsetzbar sind, müssen die Vorraussetzungen für deren Umsetzung eben geschaffen werden. Die Medizin alleine scheint es nicht bewerkstelligen zu können, sei es aus Unfähigkeit, "einen alten Zopf abzuschneiden", d.h. ihr Fehlurteil dem oralen g-Strophanthin gegenüber zu revidieren, oder sei es wegen eventuellen finanziellen Abhängigkeiten von der Pharma-Industrie, die stets gegen eine solch kostengünstige Lösung war.

    Eine weitere Schwierigkeit besteht für den verschreibenden Arzt darin, dass das Strophanthin nicht für Herzinfarkt und Angina pectoris zugelassen ist (das würde den Hersteller vor noch größere Schwierigkeiten stellen), sondern bei Herzschwäche. Diese ist zwar auch vor und besonders nach einem Herzinfarkt gegeben, aber ein Arzt, der seien Angina pectoris- und Herzinfarkt-Patienten mit g-Strophanthin behandelt, ist immer in einer absurden Kunstfehler-Gefahr. Da nützt es nichts, wenn er auf besten Erfolg bei 100 Patienten verweisen kann: Wenn nur 1 Patient in die Klinik kommt, weil er z.B. das Strodival® eben nicht richtig genommen hat, dann heißt es: "Ja was hat der Dr.X denn da gegeben" und v.A.D. "was hat er denn nicht gegeben" und dann könnte der Arzt "dran sein". - Dr. Weidell aus Bendorf erzählte mir nicht nur, dass er schon etliche Notfälle erlebt hat, bei der nach der Gabe der Strodival-Zerbeißkapsel mit schneller Wirkung der herbeigerufene Notarzt tatenlos wieder umkehren konnte, da es dem Patienten in der Zwischenzeit wieder bestens ging. Im Bereitschaftsdienst gibt er bei Bedarf das Strophanthin natürlich auch den Patienten der umliegenden Ärzte. Wenn diese Patienten das ungewöhnlich hilfreiche Mittel dann von ihrem Arzt verschrieben haben wollen, gibt es Probleme, da diese Ärzte das Strophanthin nicht verschreiben wollen und den Dr. Weidell bei seiner Erklärung zu diesem segensreichen Mittel noch nicht mal ausreden lassen. Wenn der Patient dann zum Dr. Weidell "abwandert", gibt es sogar "böses Blut" bei den anderen Ärzten. Auch ich habe Ärzte getroffen, die zwar angetan von der Wirkung des oralen Strophanthins waren, mir aber eben diese rechtlichen Bedenken äußerten. An dieser ganzen himmelschreienden Lage muß sich etwas ändern... auch Sie können dazu beitragen !

    Auch wenn das orale g-Strophanthin nicht nachzugelassen werden müßte, stellt die Nichtbehandlung der meisten Herezinfarkt-Patienten einen großen Mißstand dar, der behoben werden muß. Es ist doch ein Unding, dass es ein so gut wie nebenwirklungsfreies Medikament gibt, mit dem fast alle Herzinfarkte verhindert werden könnten – und es wird nicht angewendet (Situation der letzten Jahrzehnte) und darüberhinaus steht jetzt sogar die Auslöschung des Mittels kurz bevor!

    Das Strophanthin als pflanzlicher Extrakt, der einst führend in der deutschen Medizin war, hat eine enzigartige Sonderstellung inne als der genaue Berührungspunkt der offiziellen Schulmedizin und der Naturheilkunde und könnte die längersehnte Wende zum Guten einleiten bzw. entscheidend unterstützen.

    über eine Antwort würde ich mich freuen. Ich stehe Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen, Rolf-Jürgen Petry


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    Die Strophanthin – Story

    Das Wundermittel Strophanthin wieder entdecken

    Artikel von Eckhart Sturm aus "Der Mensch" Heft 38-1/2007 unter "Aus der Praxis für die Praxis"


    "Dieses Wundermittel werden wir uns doch niemals aus der Hand nehmen lassen!" war die Antwort des Ordinarius für innere Medizin der Universität Graz beim Kongress für Allgemeinmedizin 1988. Ich hatte ihn angesprochen, warum er in seinem Vortrag über Adynamie Strophanthin erwähnt hatte; dies sei doch inzwischen "out". Nun ist es tatsächlich so weit gekommen, dass es aus dem Handel gezogen und den Ärzten aus der Hand genommen wurde, obgleich es dafür keinerlei medizinische Gründe gab, im Gegenteil.


    Klinisch beobachtete Wirkungen von Strophanthin
  • Kurzfristige Verbesserung der Auswurfleistung beider Ventrikel (inotrope Wirkung)
  • Längerfristige Entspannung des gesamten Gefäßsystems mit Senkung von Vor- und Nachlast sowie Verbesserung der Koronardurchblutung (vasotrope Wirkung)
  • Sehr schnell einsetzende Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Myokards und der Körpermuskulatur (myotrope Wirkung)
  • Im Myokard vor allem Ver­besserung der Durchblutung des Reiz-Leitungs-Systems und seiner Funktionen (dromotrope Wirkung)
  • Strophanthin bewirkt eine Umschaltung des Organismus von der sympatikotonen Leistungsbereitschaft zu einer vagotonen Erholungsphase (vagotrope Wirkung). Diese Umschaltung sollte durch zusätzliche Maßnahmen gefördert werden, z.B.: langsame i.v.-Injektionen möglichst bereits im Liegen, danach möglichst 5-20 Minuten liegen, später entspannte leichte Bewegungen ohne Anstrengung.
  • Während bei den Digitalis-Präparaten ein Wirkspiegel aufgebaut werden kann, der kontrollierbar ist, wird es als Nachteile angesehen, dass bei Strophanthin der Spiegel nach wenigen Stunden stark abfällt. Gegenüber diesem kleinen Nachteile sind jedoch die positiven Wirkungen des Strophanthins sehr viel umfassender; denn sie betreffen das gesamte Gefäßsystem. Auch entspricht es den neueren Auffassungen, dass das Herz nicht länger isoliert betrachtet werden darf; denn es erfüllt – wie wir heute wissen - innerhalb des gesamten Kreislauf wichtige regulierende Funktionen, unterstützt von Zwerchfell und Venenpumpen, die jeder durch Laufen und tiefes Atmen fördern sollte. (Schnabel P. Therapieprinzipien bei Herzinsuffizienz, in: Böhm M. (Hrsg.) Herzinsuffizienz. Thieme, Stuttgart 2000, S. 54-55.)


    Die stabilisierende Wirkung von Strophanthin
    Wer regelmäßig Strophanthin bekommt, stirbt nicht mehr an Herzversagen.

    Diese Hypothese kann ich "nur" durch Langzeitbeobachtung in über 30jähriger Hausarztpraxis belegen: Bis in die Jahre 1950-60 war es noch üblich, Patienten mit Herzdekompensation 10 Tage lang 0,25 mg Strophanthin i.v. zu verabreichen und sie danach auf Digitalis einzustellen. Relativ oft kam es aber dazu, dass herzinsuffiziente Patienten nach 8-12 Wochen erneut dekompensierten, z. B. nach Herzinfarkt oder besonders solche mit Rechtsinsuffizienz, die Digitalis purpurea ohnehin schlecht vertragen und deshalb Digitalis lanata oder Digitaloide erhielten.

    Um diesen Rezidiven vorzubeugen, setzte ich das Strophanthin nicht plötzlich ab, sondern ging dazu über, zunächst bei einigen, dann bei immer mehr Patienten – entgegen der Lehrmeinung – während der Digitalis-Medikation je nach Bedarf in 8, 10 oder 14-tägigen Abständen 0,25 mg Strophanthin i.v. zu injizieren. An diesen Tagen sollten die Patienten kein Digitalis, sondern Magnesium einnehmen.

    Je nach Schweregrad und Alter des Patienten habe ich diese Kombinationstherapie mehrere Monate bis Jahre durchgeführt, bei Risikopatienten lebenslänglich, oft kombiniert mit Antikoagulantien. Danach blieben die früher so oft beobachteten Dekompensationen aus. Außerdem habe ich bei diesen Patienten keine Herzinfarkt-Rezidive erlebt. Dies bestätigte die Mitteilungen von Kern, der damals Strophanthin zur Herzinfarktprophylaxe empfohlen hatte.

    Bei Berücksichtigung der wichtigsten Kontraindikationen (Niereninsuffizienz, Kalium- und Magnesiummangel) sowie Digitalis-Überdosierung habe ich bei dieser intermittierenden Behandlung von Herzinsuffizienten der Stadien NYHA III-IV keine Nebenwirkungen oder Zwischenfälle beobachtet.


    Zwischenfälle bei Überdosierung und Fehlindikationen
    Warum Strophanthin in Misskredit gekommen ist und weshalb es eliminiert wurde, ist eine lange Geschichte, fast ein Krimi: In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte Laennec Strophanthin aus dem Samen des indischen Hanf isoliert und seine Herzwirksamkeit nachgewiesen. Seine Erfolge bei der Behandlung der Herzinsuffizienz waren beeindruckend, wenn es intravenös injiziert wurde. Es kam damals als Ampullen zu 0,5 mg und 0,25 mg in den Handel.

    Als man damals Strophanthin überwiegend in Ampullen von 0,5 mg in die USA exportierte, wurden dort vermehrt Zwischenfälle beobachtet, vermutlich weil man die Kontraindikationen noch nicht kannte (s.o). Strophanthin wurde deshalb von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde sofort verboten. Ein weiterer Informationsaustausch über die Ursachen verblieb.

    In der Nachkriegszeit versuchte eine große Zahl Kardiologen, durch Aufenthälte in den USA den Anschluss an den internationalen Stand kardiologischer Forschungen zu gewinnen. Diese Fortschritte bezogen sich insbesondere auf Rhythmusstörungen und koronare Herzkrankheit. Die pharmazeutischen Firmen entwickelten Betablocker und schließlich ACE-Hemmer. Sie verdrängten dadurch sogar Digitalis. Strophanthin wurde eine Zeit lang noch auf Intensivstationen verwendet.


    Orale Applikation kann zu Intoxikationen führen
    Als ein Hausarzt, Dr. Kern, in Süddeutschland beobachtet hatte, dass die Entwicklung eines Herzinfarktes verhindert oder unterbrochen werden konnte, wenn es im Frühstadium verabreicht wurde, war dies zu seiner Zeit eine Sensation. Es wurde eine Gesellschaft zur Infarktbekämpfung gegründet.

    Um infarktgefährdete Patienten präventiv schnell mit Strophanthin zu versorgen, empfahl Kern, bei Stenokardien die Einnahme von Strophanthin in hoher Dosis sublingual. Das Medikament war so natürlich nicht exakt zu dosieren.

    Ich selbst habe es sublingual getestet und mir eine Intoxikation mit Übelkeit und Gelbsehen zugezogen. Deshalb habe ich mich bei meinen Patienten stets auf i.v.-Injektionen beschränkt. Aber sie wurden von mir informiert, dass sie möglichst schnell in die Praxis kommen oder von mir einen Besuch anfordern sollten, wenn ihre Stenokardien nach Nitrolingual nicht kurzfristig vollständig verschwanden, damit ich ihnen Strophanthin injizieren konnte.

    Der Hausarzt Kern hielt jedoch an seiner Empfehlung der oralen Selbstmedikation bei Nitrolingual refraktären Stenokardien fest. Darauf reagierte der Ordinarius der Inneren Medizin Prof. Schettler mit einem Schauprozess: In einer Versammlung der Medi­zinischen Gesellschaft auf dem Kuhstall in Heidelberg ließ er Herrn Kern zunächst vortragen, dann aber durch mehrere Referenten erklären, dass seine Behauptungen auf Grund des gegenwärtigen Wissensstands nicht zutreffen könnten. Eine Kollegin, die den "Schauprozess" miterlebt hat, berichtete empört über dieses Vorgehen. Sie habe sich geschämt, wie man mit Herrn Kollegen Kern umgesprungen sei. Man sei doch nicht mehr im Mittelalter, als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Aber Herr Schettler erreichte, dass Strophanthin aus allen Lehrbüchern und Forschungs­vorhaben gestrichen wurde.


    Die Entwicklung eines Herzinfarktes unterbrechen
    Nur der Außenseiter und Nobelpreisträger Manfred von Ardenne hat in den siebziger Jahren weitere Forschungen durchgeführt. Sie ergaben: Die Wirkung des Strophanthins beruhte nicht auf einem Wirkspiegel, sondern auf einem "Umschalt-Effekt" im Herzstoffwechsel von der anaeroben zur aeroben Phase. Bei koronarer Mangeldurchblutung (Angina pectoris) kommt es durch Sauerstoffmangel im Myokard des Versorgungsgebiets zur Senkung des pH-Wertes und zunehmender Nekrobiose (Absterben) von Herzmuskelzellen mit Ausschwemmung von Lysosomen (im Blut als erhöhte Transaminasen feststellbar). M. v. Ardenne konnte experimentell mit Mikrosonden nachweisen, dass dieser pathogene Verlauf durch Injektion von Strophanthin i.v. sofort unterbrochen und umgekehrt werden kann.

    Vom möglichst frühen Einsatz des Strophanthins hängt es jedoch ab, ob und inwieweit sich die Entwicklung eines Infarktes verhindern lässt. Dies war der Grund­gedanke von Kerns Selbstmedikation.


    Die Rehabilitation von Strophanthin wurde verschwiegen
    Diese Ergebnisse waren jedoch nicht der Anstoß zur weiteren Erforschung des Strophanthins, sie wurden vielmehr ignoriert. Inzwischen ist Strophanthin fast völlig in Vergessenheit geraten; die Lizenz wurde nicht erneuert und das "Wundermittel" wurde aus dem Handel gezogen. Lediglich die Firma Weleda darf noch Ampullen in homöopathischer Dosierung abgeben: "Strophanthus kombe D 3". Dies entspricht pro Ampulle 0,10 mg; man benötigt also in der Regel zwei Ampullen, die ich – auch zur langsameren Injektion – meist zusammen mit B 12 – Steigerwald aufziehe.


    Fehleinschätzung eines lebenserhaltenden Arzneimittels
    Bisher wurde Strophanthin im Hinblick auf seine inotrope Wirkung, die die "Pump­funktion" und Auswurfleistung des Herzens steigert, mit Digitalis und den Digitaloiden verglichen, und es wurde mit dieser Gruppe vor allem deshalb schlechter bewertet, weil es nur relativ kurz wirkt und keinen "Wirkspiegel" aufbaut.

    Es ist an der Zeit, diese Fehleinschätzung zu korrigieren, damit das Wundermittel Strophanthin wieder in den Kreis hoch potenter Arzneimittel aufgenommen wird und damit es wegen seiner das Leben verbessernden Wirkungen weiter erforscht und indiziert eingesetzt wird.