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  • Dharsida! - eine Geschichte
  • entstanden im Aug.-99
  • Der kleine Blaue Vogel
  • Die Mülltüte
  • Ein Liebesgedicht
  • Gedicht


  • Martina Kaufmann

    dharsida11@web.de


    Dharsida! - eine Geschichte

    Also die Geschichte mit dem Namen Dharsida, mutet auf den ersten Blick wie eine Dumme Geschichte! Sie ist mir vor etlichen Jahren begegnet, damals als meine Bewusstheit noch den großen Schlaf schlief. Auf einmal stand sie vor mir und schaute mich mit diesen großen, klaren Augen an. Ich wäre eigentlich erschrocken gewesen, wenn da nicht dieser Ausdruck einer gewissen Vertrautheit geschrieen hätte: "Hallo, Da bin ICH!!"

    Dann erzählte sie mir ihre Geschichte:
    Es war einmal eine Geschichte mit dem Namen Dharsida. Jeder der sie gelesen hatte, sagte danach: "Also das ist ja eine Dumme Geschichte!" Das machte sie dann natürlich immer sehr traurig. Aber sie konnte nix dagegen machen, sie war eben so geschrieben!

    Alle Bemühungen sich zu ändern, um die Menschen umzustimmen blieben erfolglos. So wurde sie endlich noch trauriger und noch trauriger. Deshalb war sie auch viel allein, und dass gab ihr natürlich genügend Zeit um sich selbst immer wieder durchzulesen und zu Bewerten: "Schlecht! Man liest mich nicht gerne. Ich glaub, wenn ich ein Mensch wäre, würde ich mich auch nicht lesen wollen! Zu kompliziert, zu chaotisch, zu wenig Spannung, zu viel Sentimentalität, zu ... ! Zu Damit! Weglegen!"

    Aber tief in ihr drin war Dharsida nicht dumm, das wusste sie sicher. "Doch wie bringe ich das der Welt da draußen bei? Wie bringe ich sie dazu, mir zuzuhören?" Sie wurde nur noch Verzweifelter! Da meldete sich plötzlich eine Stimme. Die Stimme aus dem Hintergrund:"Ich bringe dir das Sprechen bei, wenn du Dies wünscht. Es erfordert aber gewisse Anstrengungen!"

    Die Geschichte wusste natürlich, dass die Stimme die da zu ihr sprach, dem Autor (ihrem Autor!) gehörte. Dharsida hatte kein wirkliches Vertrauen zu ihm, denn bisher hatte ER sich noch nie gemeldet; so dachte sie! Aber trotzdem gab es nur einen Weg sprechen zu lernen, und dieser Weg hieß: Autor!

    "Doch der hatte so eine seltsame Aussprache, die versteht doch sowieso niemand richtig. Außerdem hört ihm auch niemand zu, sonst müsste ER ja nicht Geschichten schreiben!", so dachte sie!

    "Du verstehst nicht! Höre mir einfach zu! Los, probier's aus!" Die Stimme aus dem Hintergrund wurde nun immer Lauter und Eindringlicher. "Hör, was ich dir zu sagen habe und dann entscheide, ob du mir deinen Glauben schenken willst!"

    "Warum weis ER, was ich denke?" Manchmal war Dharsida doch etwas einfältig; Selbstverständlich wusste ER was sie dachte. ER ist doch der Autor, HA!

    "Du hörst mir ab jetzt Aufmerksam zu und bist nicht mehr traurig darüber, was die Menschen von dir denken! Und mit der Zeit wirst du lernen, dich Auszudrücken und deine eigene Sprache zu sprechen."

    Dharsida wollte glauben. Sie versuchte nun auf jedes Wort zu hören, das der Autor zu ihr sagte; mehr Schlecht als Recht am Anfang, weil sie doch sehr Traurig darüber war, dass die Menschen sie nicht richtig verstanden.

    Doch mit der Zeit wurde es ihr immer wichtiger auf IHN zu hören, anstatt auf das Urteil der Leser, und sie verstand IHN besser und besser. Auf einmal, da hatte unsere Geschichte ihre eigene Sprache gefunden! Aber nun traute sie sich nicht diese zu benutzen. Weil es doch wirklich sonderbar ist, wenn eine dumme Geschichte plötzlich anfängt zu reden! Deswegen hielt sie all ihre neu erworbenen Gedanken und Fähigkeiten zurück.

    "Das ist nicht gut, Dharsida! Du sollst jetzt auch das Gelernte ausdrücken. Du erreichst doch sonst nicht was du dir gewünscht hast! Sag denen da draußen, das du im Grunde gar keine Dumme Geschichte bist. Sag ihnen, dass sie dich nicht mit anderen Geschichten vergleichen sollen, um dich zu verstehen. Zeige etwas mehr Selbstbewusstsein! Ich sage dir nun etwas, worüber du bestimmt noch nie nachgedacht hast, also hör mir gut zu:

    Du bist einzigartig! Es gibt auf dieser Welt keine Geschichte, die so ist wie Du. Keine, die die gleichen Sätze oder Wörter in dieser Reihenfolge aufweist so wie Du es tust. Vielleicht haben sie einen ähnlichen Sinn, doch keine Einzige gleicht Dir aufs Wort. Darüber solltest Du einmal Sinnen! Es ist Wunderbar dass es Dich gibt, dass Du Existierst! Du bist wichtig für die Menschen! Du gibst ihnen die Möglichkeit etwas von ihrem Alltag zu vergessen, wenn auch nur für kurze Zeit. Ob Dich die Menschen mögen oder richtig verstehen, dass hängt größtenteils davon ab, ob sie es wollen! Wichtig ist, dass Du weißt wer Du bist, und Du Dich richtig verstehst. Alles andere kommt von ganz alleine! Und denke immer daran: Du bist Besonders!"

    Das machte Dharsida Mut und so begann sie schließlich zu sprechen! Sie sagte ihren Lesern was sie bewegte, was sie fühlte, wovor sie Angst hatte. Und endlich hörten ihr die Menschen zu und es schien, als ob sie verstanden. Nicht alle, doch aber ein Teil. Die Geschichte freute sich und war glücklich. Und von nun an unterhielt sich Dharsida mit all ihren Lesern, fragte was sie dachten oder half ihnen, wenn nötig, zu verstehen. Sie sprach über den Autor, und teilte einfach mit, was mitzuteilen war.

    ... und wenn sie mir nicht irgendjemand wegnimmt, dann steht Dharsida auf ewig in meinem Bücher-Regal und spricht mit mir!
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    entstanden im Aug.-99

    Diese Seelenzustände, solche Stimmungen, die besonderen Phasen,

    die, wenn sich dass Gefühl des "Krankseins" zeigt

    und das Gleichgültige ihr hohnvolles Grinsen hervorstößt,

    sind erbäärmlich!

    Es ist Böse und Vernichtend!

    Dagegen das "Wahre" ist Hell und Klar!

    Dankbar, Trostspendend, Kraftgebend, Liebend, Zärtlich!

    Das sind wie zwei Mächte, die gegeneinander Krieg führen.

    Nein, Krieg führt nur die eine, die Dunkle Seite.

    Sie versucht all das Schöne, das Gute, das Fördernde in mir zu besiegen, zu töten,

    vielleicht ganz zu vernichten??

    Die andere Seelenseite jedoch hat List!

    Sie kämpft mit kleinen tückischen Waffen nur dagegen an.

    Will nicht töten, will nur zum Rückzug fordern!

    Scheinbar unscheinbare Momente, Augenblicke, Gedanken, Erfahrungen nützt sie aus, um den Gegener

    in die Flucht zu treiben.

    "ES" ist wieder da!

    Hatt wieder eine Zeitlang die Macht.

    Dankbar lasse ich meine Gefühle sprechen, höre ihnen zu!

    Gefühle,..... kann sie wieder spüren, erkennen!

    Doch wie lange? Doch wie lange? Doch wie lange?

    Oh, du verstecktes Glück. Du bist so Würdevoll, so Wahrhaft, so Rein!

    Doch ich weiß, die Suche führt mich nicht zu dir.

    Nur der "Zufall" und das Leiden in der dunklen Schicht,

    das Fühlen von grausamen "ich weiß nicht, wer ich bin" - Zeiten lässt mich dich danach erkennen.

    Erschöpft und Dankbar lasse ich mich dann fallen in deinen sicheren Schoss,....

    und weiß das es gut ist!

    Dann bin ich froh und glücklich, lasse geschehen, was immer auch geschieht

    und liebe mich und all die versteckten schönen Dinge, Gedanken

    und all das Tiefe, dass ich dadurch erkenne!

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    Wer will eine Geschichte hören? Soll ich eine erzählen? Ja?! Dann sei jetzt ganz still und tu auf, dein Aug und dein Ohr! Die Geschichte heißt:

    Der kleine Blaue Vogel

    Es war einmal -oder ist vielleicht noch immer- ein kleiner Blauer Vogel. Seine Aufgabe schien es zu sein, den Menschen in die Augen zu blicken, den Kopf schräg zu legen und sie dadurch zum Träumen und zum Lächeln zu bringen. Er hatte Augen von so einer Klarheit und Tiefe die jeden, der hineinblickte, entzückte!

    Alle? Nein, nicht alle! ....................

    Da gab es einen kleine Jungen, der lange Nachdenklich vor ihm stand. Er hatte sehr warme, aber auch kritische und ernste Augen. Dieser Junge nun, blickte tief in des Vogels Aug'. So sehr tief, dass es dem blauen Wesen unheimlich wurde. Es bekamm auf einmal sogar so etwas wie......Angst!

    Aber wovor sollte den ein süsser, kleiner Blauer Vogel den ANGST haben?? Er, der den Menschen bis jetzt ja nur Freude bereitet hatte! Kinderaugen fingen an zu glänzen wenn sie in die seinen blickten, alte Leute streichelten ihn und lächelten ihm zu und sie wurden vergnügt und selig, und so fort.

    Niemand griff ihn auf diese Weise an, so wie dieser Junge es gerade tat! Nein. So etwas kannte er bis zu diesem Tage nicht! Bisher hatte er immer jedem, der an ihm vorüber ging Zuneigung und blindes Vertrauen entlockt. Er fühlte sich sicher und bestärkt in seiner Rolle. Doch nun! Er kam sich plötzlich sehr sehr sehr schäbig vor! Was war los?

    "Du bist gemein," sagte da der Junge auf einmal, "Du bist gemein und deshalb mag ich dich nicht!"

    Bumm...........

    Da fing der Vogel mit einem Mal zu Weinen an, und der Junge ging fort! Der Vogel aber saß nun da und wusste nicht, was er tun sollte;

    Etwas war geschehen: Mit den Tränen die er weinte, verwandelte sich sein herrlich blaues Gefieder in ein schmutzig graues Gefieder. Ebenso verwandelten sich seine Augen. Sie wurden traurig und leer. Von der einstigen Klarheit und Tiefe war nichts mehr da! Nichts war mehr so wie vorher!

    "Warum habe ich mein schönes Blau verloren, warum sind meine Augen so hässlich? Wie kann der Junge es wagen, mir mein Aussehen zu rauben? Hatt er doch nur zwei Sätze zu mir gesagt!"

    Und was dann geschah, war seltsam: Es kamen die Leute wie zuvor, sie alle strahlten ihn an und machten ihm Komplimente über sein Gefieder, und seine Augen,... die wären ja so Klar und Tief. Die Alten streichelten ihn und lächelten ihm zu und sie wurden vergnügt und selig, und so fort. Keinem fiel die Verwandlung auf!

    Doch der Vogel hatte nun keine Freude mehr daran, konnte nichts Schönes mehr darin entdecken. Er wusste ja, wie er nun aussah. Die anderen waren alle blind, sie sahen nur was sie vorher auch sahen. So wollten sie es!

    Nun wünschte er sich sehnlichst diesen Jungen wieder herbei! Dieser wusste wie er aussah, hatte ihn erkannt. "Er hatt mein Wahres gesehen, hatt sich nicht täuschen lassen. Das tat sehr weh! Doch nun tut es wohl; aber auch weh zugleich, denn ich habe versucht ihn zu täuschen! Pfui!"

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    Die Mülltüte

    die allererste Geschichte von mir - entstanden im Juni '98

    Es war einmal... eine saubere Mülltüte, die sehr Unzufrieden mit ihrem Dasein war. Sie lag da so, so aufgerollt mit den anderen Mülltüten und dachte bei sich: "Ich möcht' nicht mein Leben damit fristen um auf etwas zu warten, worauf scheinbar alle warten!" Es war ihr Langweilig!

    Da fiel es dieser jungfräulichen Mülltüte ein, sich einfach loszureißen. Loszureißen von diesem einfältigem und tristem Leben als "Mülltüte", dass ja sowieso nur damit ein Ende nehmen würde, als stinkende, schmutzige, kaputte und gar zerfetzte Hülle dieses Dasein zu verlassen. Nein! Sie wollte Rein und Unverschmutzt bleiben.

    Deswegen fing die kleine Mülltüte an, sehr sehr sehr viel Nachzudenken: "Es muss doch noch einen anderen Sinn geben in dieser Welt, außer mit Müll und unnützem Zeug voll gestopft zu werden." Und so machte sie sich auf, ihr wahres ICH zu suchen.

    Unsere kleine Freundin sah, wie ein paar Andere auch versuchten mit eigener Kraft von ihren Perforierungen loszukommen, doch die meisten wurden wieder mitgerissen von der Masse der Mit-Mülltüten! Schweinerei! Jeder hat doch ein Recht auf seine eigene Entfaltung. Auch Mülltüten! Gerade Sie sollten doch frei die Entscheidung treffen dürfen, ob sie diesen Job überhaupt machen wollen; (Anm. d. Red.: Dies geschah natürlich vor der Einführung des sog. Kollektiv-Bewusstseins!). Denn, seien wir doch mal ehrlich: Es ist schon eine "Drecks-" Arbeit, Mülltüte zu sein!

    Aber nun zurück zu ... Ihr: Als immer mehr von ihren Freunden verschwanden und sie dadurch auch immer weiter nach vorne rutschte, fiel ihr eine Ungerechtigkeit auf, die stärker und stärker wurde je mehr sie nach vorne gelangte. Diese schien von einer Art Obrigkeit auszugehen, die da endlich war... Die Ober-Mülltüte! Sie hielt alle anderen, kleineren fest.

    Doch unsere Mülltüte trainierte viel um aus diesem "Müllkreislauf" zu entrinnen; und es wurde immer schwerer mit ihren Mit-Mülltüten zu kommunizieren. Lebte sie doch nun in ihrer eigenen Welt. Doch mit der Aussicht auf etwas viel Schöneres, wurde dies alles von ihr verkraftet! Irgendwann, sehr viel später, hatte sie es geschafft dem Kreislauf den Rücken zu kehren, und nun lebt sie glücklich und zufrieden... als Sonnenhut für Verrückte! Darüber sollten wir Nachdenken.
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    Ein Liebes-Brief

    An Dich!

    Du warst es fast ganz alleine der mich so gemacht hat wie ich jetzt bin. DANKE!!!!

    Du hast mir gesagt was ich tun soll, was ich lesen soll, was ich denken soll, was ich lernen soll...

    Manchmal hast Du mich auch hinfallen lassen, "Fehler sind zum lernen da", das hast Du immer wieder gesagt.

    Es war sehr schwer für Dich, mir die nötige Geduld zu übermitteln, ab zeitweise habe ich auch etwas mitgeholfen.

    Fast schon wollte ich mich Dir entziehen, aber Du hast gesagt: "Das schaffen wir schon!"

    In manchen Beziehungen bist Du halt etwas Stur, gut so!

    Es war doch ein langer Weg bis hierher; und er ist noch nicht vorbei.

    Ich weiß, ich darf noch viel lernen, aber ich bin zufrieden damit was Du mir sagst und zeigst.

    Die Einsicht, diese Zeiten der... auch anzunehmen und als etwas Gutes zu betrachten, diese Nuss müssen wir noch gemeinsam knacken.

    Aber wie gesagt: "Das schaffen wir!"

    Das Lächeln auf meinem Gesicht; das verschmitzte, das versonnene, das wissende, das zufriedene, das verstehende und das liebende, hast Du mir gezaubert. DANKE!!!!

    Ich hoffe dass Du für immer bei mir bleiben wirst. Ich kann und will ohne Dich nicht leben, Du auch nicht ohne mich, denn...

    Du bist!
    (geschrieben '98)


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    Gedicht

    Die Berge so mächtig,
    der See so klar,
    der Himmel so prächtig,
    so einfach! Und so wunderbar!

    Mein Kopf so voll,
    dass die Seele weint.
    Meine Gedanken verlieren sich
    in Raum und Zeit

    Der Mensch ist so schlau,
    die Wissenschaft so weit,
    doch was wird aus unserer Ewigkeit?
    So supertoll mit technischem Wissen
    wird sie von uns einfach... weggerissen

    Die Jugend so alt,
    die Alten so jung,
    die Pillen immer stärker,
    doch der Geist... der bleibt meist dumm.

    Die Menschheit vergeht,
    die Natur... vielleicht bleibt,
    doch was sicher besteht,
    ist ein Denkmal der Unwissenheit!!!!
    enstanden.'99



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